Braunkohlevergasung - ein strittiges Thema für die Kohle-Kommission

DSC07322 Chemische Industrie Foto Witt

Ungeachtet jahrelanger und aktueller Proteste und Demonstrationen, die ein Ende der Verbrennung von Braunkohle fordern, wird im Hintergrund - bislang wenig beachtet von einer kritischen Öffentlichkeit - am Einstieg in ihre stoffliche Nutzung gearbeitet. Dafür hat ein seit langem bestehendes, bundesweites Netzwerk aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft gesorgt. Es arbeitet dafür, den längst verlassenen Weg der Kohlechemie wieder für viele Jahrzehnte zu betreten. Den Vorreiter für die Neuauflage der Braunkohlevergasung macht die schwarz-rot-grüne Landesregierung in Sachsen-Anhalt. Die umstrittene Technologie wird mit Sicherheit auch ein Thema der Kohlekommission.

Das Kabinett in Magdeburg hat vor kurzem Nägel mit Köpfen gemacht und für den Bau einer Pilotanlage mit dem verheißungsvollen Namen „Carbontrans“ den finanziellen Boden bereitet. Weiteres Geld dafür soll die Bundesregierung zuschießen. Der Bau der Pilotanlage ist ab 2022 vorgesehen. Mit ihr sollen Chemieprodukte aus Braunkohle und kohlenstoffhaltigen Abfällen wie Plastik und Biomasseresten gewonnen werden. Für das grüne Mäntelchen sorgt dann in einigen Jahren der Einsatz von erneuerbarer Energie. Chemieprodukte aus oder mit Braunkohle sind jedoch eine Sackgasse in die Zukunft. Und obendrein wird erneuerbare Energie in großem Stil dafür verschwendet.

Das Neueste zum Thema hat Dr. Detlef Bimboes für nachhaltig-links aufgeschrieben.
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Vom Autor gibt es auch ein älteres Papier zum Thema

 

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