»Es wird zu radikalen Änderungen kommen«

Debatten - Grenzen des Wachstums

355580_R_K_B_by_Uli_Carthuser_pixelio.de_AusschnittDennis Meadows, Mitautor der Berichte zu den „Grenzen des Wachstums“ an den Club of Rome von 1972 und 1992, war am 24. Oktober in der Enquete-Kommission "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität". Wir dokumentieren hier ein Interview zu dieser Sitzung mit den Abgeordneten und Sachverständigen der LINKEN in der Enquete-Kommission.

Was war die grundlegende Message von Dennis Meadows?

Ulrich Brand (Uni Wien, Sachverständiger): Die Berichte haben aus seiner Sicht wenig bewirkt, da es an konsequentem Handeln gefehlt hat. Das „business as usual“-Szenario des Club of Rome hat sich leider bewahrheitet. Sein Argument ist, dass nicht gehandelt wird, da die ökologischen Kosten einfach auf die Zukunft verlagert werden ...

 

Debatte: Grenzen des Wachstums

Debatten - Grenzen des Wachstums

WachstumWohlstand, Wachstum und Einhaltung ökologischer Grenzen. Passt das zusammen? Geht das im Gleichschritt? Oder brauchen wir neue Wohlstandsmodelle, die sich vom Wachstum verabschieden? Mit diesen Themen befasst sich ab Januar 2011 eine Enquete-Kommission des Bundestages. Nachhaltig-links wartet darauf nicht und fängt jetzt schon an. Elmar Altvater, ehemals Politikprofessor und heute Autor, fordert eine Kulturrevolution für die Arbeitsgesellschaft. Gewerkschaftssekretär Ralf Krämer meint, dass im Mittelpunkt nicht die Wachstumskritik, sondern ein sozial-ökologischer Umbau stehen sollte. Beide, Altvater und Krämer, gehörten zur Redaktionsgruppe, die den Programmentwurf der LINKEN formulierte. Herzlich willkommen sind nun Ihre / Eure Kommentare.

 

Kulturrevolution für die Arbeitsgesellschaft

Debatten - Grenzen des Wachstums

Elmar AltvaterDer Wohlstand der Nationen wächst durch steigende Produktivität. Doch durch die Erhöhung der Produktivität steigt auch die Zahl der prekär Beschäftigten, der Erwerbslosen, der informell Arbeitenden. Die Fixierung auf Wachstum ist ungeeignet, diese Entwicklung umzukehren. Es ist Zeit, in der Arbeitsgesellschaft neue Wege zu beschreiten.

Mit einer wachsenden Wirtschaft scheinen viele der drängenden Probleme der Menschheit lösbar. Die Wirtschaft könnte herauswachsen aus den immensen Schulden, die die Staaten zur Rettung der Finanzvermögen gemacht haben und weiterhin machen. Auf expandierenden Märkten können mehr Waren verkauft werden. Um diese Waren zu produzieren, würden neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Der Kampf gegen Armut und Hunger wäre vielleicht doch noch erfolgreich. Und die Millenniumsziele der Vereinten Nationen aus dem Jahr 2000, etwa Bildung für alle, Verringerung der Kindersterblichkeit, Bekämpfung von Aids und Malaria, wären vielleicht doch noch zu erreichen.

 
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Bulling-Schröter MdB: Strahlendes Wasser

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