Urlaub im Rheinischen Braunkohlerevier

Banner Ende Gelände

 

Vom 14. bis 16. August 2015 heißt es "Ende Gelände" im Rheinischen Braunkohlerevier. In einer Aktion zivilen Ungehorsams werden sich hunderte Menschen den Braunkohlebaggern von RWE in den Weg stellen. Wer nicht mit in die Grube will, für die/den gibt es auch Möglichkeiten des Protests an der Tagebaukante.

Zahlreiche Verbände und NGOs - unter ihnen Attac, der BUND, campact und RobinWood - haben sich mit der Aktion solidarisiert. In der gemeinsamen Erklärung heißt es: "Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen. Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle." 

Auch der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (NRW) wird sich an den Aktionen für den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung beteiligen. Kommt auch Ihr vorbei!

Solidarität mit den rumänischen Protesten gegen Fracking in Pungesti

Anlässlich der gewaltsamen Unterdrückung von Protesten gegen Fracking-Vorhaben im rumänischen Dorf Pungesti erklärt Sabine Wils, MdEP DIE LINKE. im Europaparlament und Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit:

„Wir stehen Seite an Seite mit der rumänischen Bevölkerung in ihrem bunten Protest gegen die skandalösen Vorhaben des US-amerikanischen Energieriesens Chevron in Pungesti. Die gewaltsame Räumung des Widerstandslagers durch Polizeikräfte in Kampfmontur ist der traurige Höhepunkt zahlreicher Repressionen gegen Demonstrantinnen und Demonstranten.“

Sabine Wils weiter: „Der berechtigte Widerstand der ansässigen Bevölkerung gegen die Zerstörung und Gefährdung ihrer natürlichen Lebensgrundlagen muss immer mehr gelten, als die Profitinteressen von Großkonzernen. Die Proteste sind ein Zeichen dafür, dass die überwiegende Mehrheit der Menschen in Europa Fracking nicht will. Als DIE LINKE. im Europaparlament erklären wir uns solidarisch mit den europaweiten Energiekämpfen gegen die Vormachtstellung globaler Energiekonzerne. Wir fordern, Fracking durch ein Verbot europaweit unmöglich zu machen und die endgültige Abkehr von fossilen Energieträgern. Die Energiewende kommt nur mit dezentralen, erneuerbaren Energieträgern in Bürgerhand.“

Hinter dem Begriff "Fracking" verbirgt sich eine Technologie zur Gewinnung von unkonventionellem Erdgas aus tieferliegenden Gesteinsschichten, die einen Versuch darstellt, der Erde die letzten, schwer zugänglichen fossilen Energieträger abzuringen. Dabei werden Schächte in die Erde gebohrt, in die unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand, Diesel und giftigen Chemikalien eingeführt wird. So wird das Gestein aufgebrochen bzw. aufgesprengt und das Gas freigesetzt. Fracking verursacht massive Umweltschäden und gefährdet das Grundwasser. Da Rumänien über hohe Erdgasvorkommen verfügt, ist es in den letzten Jahren in den Fokus von Energiekonzernen geraten. Obwohl sich die Anwohner Pungestis geschlossen gegen die Erschließung von Erdgas stellen, setzt Chevron die Fracking-Vorhaben fort und wird dabei von der rumänischen Regierung unterstützt. Die Bevölkerung in der betreffenden Region, die zu den ärmsten Regionen Rumäniens gehört, arbeitet überwiegend in der Landwirtschaft und ist für das tägliche Überleben auf eine intakte Umwelt angewiesen.

Brüssel, 17. Dezember 2013

Kohlekraft missachtet grundlegende Rechte – über 1500 Unterlassungsaufforderungen an RWE


nicht wir-banner_728x214Über 1500 Personen sendeten in den vergangenen neun Tagen Unterlassungsaufforderungen an den Vorstandsvorsitzenden der RWE-AG Peter Terium. Darin fordern sie den Energiekonzern auf, Braunkohletagebau und -verstromung zu unterlassen. Die Kampagne ist eine Reaktion auf den Versuch von RWE, Klimaaktivist_innen zu kriminalisieren. Der Energiekonzern RWE geht rechtlich gegen rund 50 Aktivist_innen vor, die im Sommer eine Kohlebahn im Rheinischen Braunkohlerevier blockiert hatten. In sogenannten Unterlassungserklärungen sollen die Betroffenen sich gegenüber RWE verpflichten, nicht mehr an zukünftigen Protesten teilzunehmen. Das Bündnis dreht den Spieß um und ruft unter dem Motto »Braunkohle unten lassen statt Protest unterlassen« dazu auf, bis zum 24. Dezember 2013 „Unterlassungserklärungen“ an RWE zu schicken.  

RWE will Anti-Kohle Protest gerichtlich verbieten. Umweltgruppen kontern mit Gegen-Kampagne.


nicht wir-banner_728x214Der Energiekonzern RWE geht rechtlich gegen rund fünfzig Personen vor, die sich im Sommer an der Blockade eines Kohle-Zugs beteiligt haben. In sogenannten Unterlassungserklärungen sollen die Betroffenen erklären, an keinen weiteren derartigen Aktionen teilzunehmen, die „einen Eingriff in den … ausgeübten Gewerbebetrieb“ RWEs darstellen würden. Im Gegenzug starten Umweltgruppen heute die Kampagne »Braunkohle unten lassen statt Protest unterlassen«.

Das Bündnis dreht den Spieß um und ruft dazu auf, „Unterlassungserklärungen“ an RWE zu schicken. In dem Schreiben an RWE, das sich im Wortlaut eng an den juristischen Originalen orientiert, wird der Konzern aufgefordert, sein katastrophales Geschäftsmodell einzustellen.

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