Sunny skies ahead? Fragen an die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie

SDG 10: Weniger UngleichheitenDie Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie 2016 formuliert keine politische Idee einer besseren Zukunft für alle. Sie ist kein Versuch, die Ursachen der vielfältigen Krisen zu benennen und anzugehen, die Politik und Denken zunehmend im Griff halten. Aus ihr spricht vielmehr eine politische Selbstversicherung derer, die beschlossen haben, unter dem Motto „no business as usual“ genau so weiterzumachen wie bisher, in dem Bewusstsein, dass die wirklichen Anpassungsleistungen von anderen und an anderer Stelle wesentlich früher erzwungen werden.

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Fünf Fragen an Kirsten Tackmann

Kirsten Tackmann DIE LINKE.Brandenburg kl1.  Warum ist die ökologische auch immer eine soziale bzw. Gerechtigkeits-Frage?

Der Protest der Umweltbewegung der 1960/ 70er Jahre in den USA hat nur dazu geführt, dass besonders umweltbelastende Industrien in ärmere Stadtgebiete verlagert wurden. Das war der Anfang einer neuen Bewegung, die ökologische mit sozialen Problemen verbunden hat – also nicht „nur“ Klimaschutz, sondern Klimagerechtigkeit wurde das Ziel. Gerade LINKE müssen außerdem die Machtstrukturen als Ursache bekämpfen, sonst zahlen die Ärmsten zuerst die Zeche ökologischer Fehler. Ein Systemfehler muss behoben werden. Ein grüner Anstrich reicht nicht.

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Fünf Fragen an Prof. Ulrich Brand

Ulrich Brand foto wolfgang borrs kostenfrei kl1.  Warum ist die ökologische auch immer eine soziale bzw. Gerechtigkeits-Frage?

Zum einen sind die Ursachen ökologischer Probleme und der ökologischen Krise in der Gesellschaft verortet. Es ist ja nicht „die“ Menschheit, die allgemein zu viele Ressourcen verbraucht oder den Klimawandel verursacht, sondern es ist die kapitalistische, fossilistische und industrielle Produktions- und Lebensweise. Damit sind wir bei Macht- und Eigentumsfragen. Wer bestimmt über Investitionen, über neue Produktlinien etc.? Das sind starke Kapitalgruppen zusammen mit der sie stützenden Politik.  Natürlich haben auch Beschäftigte, Gewerkschaften und KonsumentInnen Handlungsmöglichkeiten, aber die sind ungleich geringer.

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