DIE LINKE auf der Grünen Woche

Jeden Januar aufs Neue. Die Messe Berlin öffnet ihre Tore. Die „Internationale Grüne Woche“ (IGW) lockt wieder hunderttausende Besucher_innen an. Es wird viel geschlendert, geschupst, getrunken oder gequatscht. Doch immer mehr Menschen interessieren sich nicht nur für Salami-Häppchen oder neue Gartenmöbel, sondern auch für agrar- oder ernährungspolitische Fragen. Sie sollten in Halle 6.2 vorbeikommen. Dort ist der Stand der Bundestagsfraktion DIE LINKE zu finden. Eigentlich kann man ihn gar nicht übersehen, denn der rote Porsche-Traktor fällt sofort ins Auge.

Bereits zum sechsten Mal ist die Fraktion mit von der Partie. Jeden Tag werden Abgeordnete sowie Mitarbeiter_innen Rede und Antwort stehen. Dieses Jahr steht der Messeauftritt der Linksfraktion unter dem Motto „Wer zieht den Karren aus dem Dreck?“. Damit lenkt die Fraktion die Aufmerksamkeit auf das Erfolgsprojekt des Jahres 2012: ihren „PLAN B“. Dieser PLAN B ist „das rote Projekt für einen sozial-ökologischen Umbau“. Er enthält eine Vision für das Jahr 2050 und beschreibt - beispielhaft in vier Leitprojekten - die notwendigen Umbauschritte bis dahin. Die Leitprojekte sind Industrie, Verkehr, Energie und Agrar. Für die IGW hat die Linksfraktion die Themen Energie und Agrar zur Diskussion ausgewählt.

Ein neuer Folder fragt: „Wer zieht den Karren aus dem Dreck?“. Der „Dreck“ - das ist PLAN A: Umweltverschmutzung, Armut, Hunger, Raubbau, Diskriminierung etc. Dieser „Dreck“ muss auf den „Misthaufen der Geschichte“, damit der PLAN B der Linksfraktion verwirklicht werden kann. Der PLAN B der LINKEN ist - im Unterschied zu Konzepten eines grün angestrichenen Kapitalismus - kein elitärer Masterplan, sondern hat von Anfang an zum Mitmachen eingeladen. Eine erste intensive partizipative Phase ging bis vergangenen Herbst und mündete in einer erfolgreichen zweitägigen Konferenz Ende Oktober 2012. Diese Ergebnisse und die breite Diskussion im Internet fließen nun in die Überarbeitung des PLAN B ein und werden weiter diskutiert. Ich bin gespannt, wie unsere Überlegungen beim Messepublikum ankommen werden.

Aufgrund der guten Erfahrungen der vergangenen Jahre nimmt die Fraktion wieder am Kinder- und Jugendprogramm der Messe Berlin teil. Am Stand können sich Schüler_innen bei einem Quiz mit den Themen Ernährung, Verbraucherschutz und Landwirtschaft auseinandersetzen. Ein Agrar-Memory lädt zum Spielen ein. Und der Renner des vergangenen Jahres, das Kochbuch der Fraktion, ist - ergänzt mit neuen Rezepten - ebenfalls wieder vor Ort erhältlich.

Die Grüne Woche ist ein großer Rummelplatz. Laut, voll, bunt, warm und anstrengend. Doch sie ist mehr als das. Auf der Grünen Woche erhält die Bundesregierung auch die agrarpolitischen Hausaufgaben für das neue Jahr. Damit sie diese ernst nimmt, demonstrieren am 19. Januar Tausende bei der Agrardemo „Wir haben es satt“ - ich auch. Die Linksfraktion wird darüber hinaus zehn Tage lang an ihrem Messestand für eine LINKE Agrarpolitik werben. Unsere gleichnamige Broschüre ist ebenfalls hier erhältlich. Wir engagieren uns konsequent für eine sozialere und ökologischere Agrarwirtschaft.

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