Heftiger Protest gegen geplantes Logistikgebiet in Nordhessen

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Der heftige Protest gegen ein geplantes Logistikgebiet in Nordhessen hat den Standort zunehmend unattraktiv gemacht:

Vor einem Jahr erst hat der Hessische Landtag mit großer Mehrheit einen Verkauf der landeseigenen Domänenfläche beschlossen. Nun muss noch die Gemeinde zustimmen, um das seit 2003 geplante Großprojekt umzusetzen. Dann können auf dem Acker Blechhallen für Handelshäuser gebaut werden, die größer sind als das angrenzende Hebenshausen selbst. Doch es regt sich Widerstand:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1126173.gemeinde-neu-eichenberg-investorenschreck.html?sstr=Investorenschreck

Tönnies stoppen – Dumping-Fleisch raus!

DIE LINKE. Sachsen-Anhalt unterstützt den Aktionstag »Tönnies stoppen – Dumping-Fleisch raus!« am Freitag, den 13. September in Weißenfels. Janina Böttger, stellvertretende Landesvorsitzende und Stephan Krull, Mitglied des Landesvorstandes zu den geplanten Protesten:

Zuletzt war Clemens Tönnies vor allem mit wirren, rassistischen Aussagen beim »Tag des Handwerks« in Paderborn aufgefallen. Unter anderem sagte er, wenn jährlich 20 Kraftwerke in Afrika gebaut würden, »würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren«.* Beim Bundesligisten Schalke 04 muss Tönnies deshalb sein Amt derzeit ruhen lassen. Doch bei genauerem Hinschauen sind diese Bemerkungen nur die Spitze des Eisbergs.

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Netzwerke landwirtschaftsfremder Investoren offenlegen

von Dr. Kirsten Tackmann

Derzeit werden Unternehmensgruppen in der Agrarstrukturerhebung nicht erfasst. Das ist vor allem deshalb dramatisch, weil eine breite Streuung des Bodeneigentums Nachkriegskonsens in Deutschland ist, aber immer mehr landwirtschaftsfremde Investorinnen und Investoren direkt oder indirekt durch Anteilskäufe von Agrarbetrieben Boden erwerben. Dadurch sind überregionale, bundesweite oder gar internationale verschleierte Investorennetzwerke entstanden. Solche regionalen Bodenkartelle entziehen der ortsansässigen Landwirtschaft den Boden als Existenzgrundlage oder verteuern ihn so extrem, dass er mit landwirtschaftlicher Arbeit nicht mehr bezahlbar ist. Die Zeche zahlen nicht nur die ortsansässigen Agrarbetriebe, seien es Familienbetriebe oder Genossenschaften, und ihre Beschäftigten, sondern die Bevölkerung in den ländlichen Räumen. Dass erst mit der Insolvenz einer Agrarholding wie der KTG öffentlich wurde, dass sie aus einem Netzwerk von 100 Subunternehmen mit verschleierten persönlichen Beziehungen der handelnden Akteurinnen und Akteure bestand, weist auf ein erhebliches Kenntnis- und Regulierungsdefizit hin.

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