Waldschutz ja, aber im Zweifel doch für die Autobahn?

tw Wald„Unser Wald braucht Hilfe – Waldumbau vorantreiben“ - so lautete der Antrag der Großen Koaltion, der heute im Bundestag angenommen wurde. „Die Wälder sind unsere grüne Lunge, ohne unsere Wälder wären die CO2-Emissionen um 14 Prozent höher“. So hob Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) die Bedeutung des Waldes hervor. Auch die Linksfraktion hatte dazu einen Antrag eingebracht (Drs. 19/11104). Auf eine Zwischenfrage von mir machte Alois Gerig (CDU) deutlich, was ihm der Waldschutz wirklich wert ist: Wenn es um den Weiterbau einer Autobahn geht, dann hat das mit Waldschutz nichts zu tun (Phoenix twitterte dazu). Was wir nach solchen Lippenbekenntnisse für den Wald also erwarten können, ist ein knallhartes Weiterso - im Zweifel gegen Wald- und Klimaschutz.

Hier die Rede von Kirsten Tackmann zum Waldschutz:

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Mit Harz gegen Hartz? Nebennutzung der Wälder als Element regionaler Wirtschaftskreisläufe

In der DDR war die Baumharzgewinnung auf Spitzenniveau. Hier und in Frankreich kam sie 1990 zum Erliegen. Jetzt versucht eine Arbeitsgruppe, diese Waldnebennutzung zumindest in Südwesteuropa wiederzubeleben. Die Kommunistische Partei Frankreichs (PCF) unterstützt dies auf politischer Ebene.

„Griechischer Wein ist so wie das Blut der Erde,“ sang Udo Jürgens 1974. Und immerhin schmeckt Retsina, wohl der bekannteste griechische Wein, nach Harz, dem Blut der Bäume. Bereits in der Antike wurden Weinkrüge damit abgedichtet. Und in Ägypten gab es sogar eine eigene Hieroglyphe für den Harzfluss der Bäume.

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Holzverbrennung – viel zu hoch und schädlich für`s Klima

Foto: C. RehmerDie Verbrennung von Holz hat in Deutschland rasant zugenommen. Steigende Preise für Öl und Gas und der Ausbau der erneuerbaren Energien ab dem Jahr 2000 haben dazu geführt, dass die verfeuerte Holzmenge von damals knapp 20 Millionen Kubikmeter auf fast 51 Millionen Kubikmeter im Jahre 2010 angestiegen ist. Im Wesentlichen handelt es sich um Waldholz, Altholz, Garten- und Landschaftspflegeholz, wobei an der Gesamtmenge grober Schätzung nach das Waldholz einen Anteil von 60 Prozent haben dürfte. Fast 18 Millionen Kubikmeter Waldholz landen allein als Scheitholz in privaten Holzheizungen und Kaminen. Insgesamt hat die Holzverbrennung eine Größenordnung erreicht, die nicht mehr als nachhaltig und klimaneutral  zu bewerten ist. Vor diesem Hintergrund wurde ein Artikel in der Berliner Zeitung vom 15. April 2013 zum Anlaß genommen, diese Entwicklung in einem kurzen Beitrag kritisch  unter die Lupe („Holzverbrennung – weder CO2 – neutral noch besser als Öl und Kohle“) zu nehmen.

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Jagdanhörung im Bundestag

Sieben Sachverständige waren zur Expertenanhörung geladen. Foto: CRSeit Wochen werden die Büros der Bundestagsabgeordneten von Jagdgegner_innen mit Massenmails überflutet. Etliche Hundert mails sind bereits eingegangen. Sie kritisieren einen unzureichenden Gesetzentwurf der Bundesregierung und fordern dessen Ablehnung. Durch den Gesetzentwurf soll das Bundesjagdgesetz so geändert werden, dass jagdfreie Grundstücke entstehen können. Dies wird als „Befriedung“ bezeichnet und soll auf Antrag gewährt werden, wenn der Grundstückeigentümer die Jagd aus ethischen Gründen ablehnt. Die Massenmails wenden sich an die „jägerhörige Politik“. Die Jagd sei nach der Landwirtschaft „Artenfeind Nr. 2“, wird behauptet. Argumentieren ist meistens aussichtslos, leider.

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