Zukunft Wald und Holz

Diskussionsbeitrag für eine nachhaltige Forst- und HolzwirtschaftFrühling im Wald

Rechtzeitig zum diesjährigen „Internationalen Jahr der Wälder“ hatte das Bundesforstministerium versprochen, eine Waldstrategie bis zum Jahre 2020 vorzulegen. Die bisher bekannt gewordenen beiden Entwürfe zeichnen ein Bild, das ganz auf der bisherigen Linie profitorientierter Forst- und Holzwirtschaft im Bundesgebiet liegt und wo - trotz vieler hehrer Worte und von Ausnahmen abgesehen - eine nachhaltig betriebene, naturnahe Waldwirtschaft nur als Schmalspurversion vorkommt. Der hier vorgelegte Beitrag setzt sich damit kritisch auseinander und diskutiert Alternativen. Es werden Schwerpunkte für eine zukunftsfähige ökologische Forstwirtschaft vorgestellt und wie sie umgesetzt werden können. Staat und Kommunen sollten hier eine Vorreiterrolle spielen.

 

Für eine ökologische Forstwirtschaft sind mittelfristig nicht nur die bisherigen Leitbilder für den Waldnaturschutz zu überdenken und neu zu formulieren, sondern es wird auch für notwendig gehalten, den bisherigen Umfang des Holzeinschlags im Wald deutlich zu begrenzen. Im Bereich der Holzwirtschaft sind Nutzungskaskaden für Holz zu entwickeln, die möglichst langlebige Einsatzzwecke verfolgen und an deren Ende erst die Verbrennung steht. Mit Blick auf die erforderliche, massive Minderung des Ausstoßes an CO2 bis spätestens 2050 wird es darum gehen müssen, den Kohlenstoffvorrat des Waldes in großem Umfang in langlebigen Holzprodukten zu speichern, statt ihn immer mehr zu verheizen. Abschließend geht der Beitrag im Zusammenhang mit der Holzverbrennung auf die Tücken vollmundig vorgetragener CO2-Neutralität ein und setzt sich mit Gefährdungen durch Abgase und Stäube für Umwelt und Gesundheit auseinander.

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