Wochenmarkt statt Weltmarkt

Einladung zum Ratschlag für sozial-ökologische Landwirtschaft

Am 22. Juni 2018 findet in Witzenhausen der Ratschlag für sozial-ökologische Landwirtschaft in Nordhessen statt. Hierzu laden die Hessische Linksfraktion und Sabine Leidig, MdB alle Interessierten herzlich ein.

Unter dem Motto „Wochenmarkt statt Weltmarkt" wird die Beratung des Workshops "Landwirtschaft und Ernährung" des Ratschlags im Dezember in Frankfurt fortgesetzt. Für die Region Nordhessen diskutieren wir nun konkret - denn sie könnte Vorreiterin für die sozial-ökologische Entwicklung landwirtschaftlicher Räume sein: mit regionaler Wertschöpfung, guter Arbeit sowie Schutz von Klima und Ressourcen.

Der Fachbereich "ökologische Agrarwissenschaften" in Witzenhausen (Uni Kassel) ist ein Schatz, das "Regionalmanagement Nordhessen" aber setzt auf Logistik und nicht auf Landwirtschaft: Nordhessen als Drehscheibe für Transport und (LKW-)Verkehr – das sei im Interesse der Wirtschaft. Diese Politik muss verändert werden: Nicht Exportmärkte stützen, sondern Menschen & Umwelt schützen sowie unsere Ernährung sichern.

Unser Ratschlag soll den Horizont erweitern, dem gegenseitigen Austausch und der Vernetzung dienen, gemeinsame Anliegen sichtbar machen und weitere künftige Aktivitäten vorbereiten.

Der Programmflyer kann hier heruntergeladen werden (Achtung: neuer Ort, siehe unten!).

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Amira Mohamed Ali: Umsteuern in der Landwirtschaftspolitik dringend notwendig

Die neue Große Koalition führt ihre verfehlte Landwirtschaftspolitik fort. Die Orientierung auf den Export schafft mehr Armut in den Ländern der sogenannten Dritten Welt, führt zur Überdüngung unserer Felder, schadet den regionalen Landwirtschaftsbetrieben und gefährdet die Gesundheit der Menschen. DIE LINKE tritt für eine umfassende Agrarwende ein - hin zu einer nachhaltigen, ökologischen und fairen Landwirtschaft.

Schäferinnen und Schäfer demonstrieren für Weidetierprämie

von Kirsten Tackmann

Zur Einläutung der Weidetierprämie erklangen am Dienstag gut 200 Schafsglocken vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Schäferinnen und Schäfer aus ganz Deutschland, Verbände, Politik, Unterstützerinnen vertraten dort lautstark ihre Forderungen nach einer angemessenen Förderung von Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern. Es geht um die Einführung einer gekoppelten Zahlung innerhalb der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Um die sogenannte Weidetierprämie, die 22 andere Mitgliedstaaten der EU an ihre Flächennutzerinnen und -nutzer auszahlen, eine Prämie von 38 Euro pro Weidetier.

Die Lage der Weidetierhalterin und -halter ist ernst. Besonders die Schafhaltung leidet unter der fehlenden Weidetierprämie, da Schäferinnen und Schäfer oft keine eigenen Flächen bewirtschaften. Gerade Weidetierhalterinnen und -halter, die von Anderen gepachtete Flächen nur zeitweise nutzen, haben damit keinen Anspruch auf eine Flächenprämie. Hinzu kommt, dass es immer weniger Triftwege gibt. Randstreifen an Äckern und Gewässern in ausreichender Breite und zusammenhängende Grünlandflächen werden immer seltener. Dazu hat nicht nur der gesamte Berufsstand Nachwuchsprobleme, auch die Flächen schwinden mehr und mehr.

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