Schäferinnen und Schäfer demonstrieren für Weidetierprämie

von Kirsten Tackmann

Zur Einläutung der Weidetierprämie erklangen am Dienstag gut 200 Schafsglocken vor dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Schäferinnen und Schäfer aus ganz Deutschland, Verbände, Politik, Unterstützerinnen vertraten dort lautstark ihre Forderungen nach einer angemessenen Förderung von Weidetierhalterinnen und Weidetierhaltern. Es geht um die Einführung einer gekoppelten Zahlung innerhalb der ersten Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Um die sogenannte Weidetierprämie, die 22 andere Mitgliedstaaten der EU an ihre Flächennutzerinnen und -nutzer auszahlen, eine Prämie von 38 Euro pro Weidetier.

Die Lage der Weidetierhalterin und -halter ist ernst. Besonders die Schafhaltung leidet unter der fehlenden Weidetierprämie, da Schäferinnen und Schäfer oft keine eigenen Flächen bewirtschaften. Gerade Weidetierhalterinnen und -halter, die von Anderen gepachtete Flächen nur zeitweise nutzen, haben damit keinen Anspruch auf eine Flächenprämie. Hinzu kommt, dass es immer weniger Triftwege gibt. Randstreifen an Äckern und Gewässern in ausreichender Breite und zusammenhängende Grünlandflächen werden immer seltener. Dazu hat nicht nur der gesamte Berufsstand Nachwuchsprobleme, auch die Flächen schwinden mehr und mehr.

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Das Ernährungssystem wandelt sich rasant - das sind die drei Megatrends

„Welche Landwirtschaft wollen wir?“ Darüber wurde in den letzten Wochen, insbesondere rund um die Grüne Woche, viel und heftig diskutiert. Eigentlich sollte die Frage lauten: „Welches Ernährungssytem wollen wir?“ Der Preisdruck, unter dem Bauern hierzulande und weltweit stehen, ist nicht zu verstehen ohne die rasante Restrukturierung der Agrochemie- und der Ernährungswirtschaft.

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Deutschlands Enthaltung bei Abstimmung über Glyphosat ist unverantwortlich

Kommentar zur Abstimmung im Ständigen Ausschuss für Pflanzen, Tiere, Lebensmittel und Futtermittel (SCoPAFF):

Dass sich auch für den Kompromissvorschlag der EU-Kommission für eine verkürzte Wiederzulassung von Glyphosat von fünf Jahren keine qualifizierte Mehrheit der Mitgliedsstaaten gefunden hat, zeigt die weiter bestehenden großen Zweifel an der Unbedenklichkeit des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels. Die erneute Enthaltung der Bundesregierung widerspricht dem Vorsorgeprinzip und ist unverantwortlich.

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Tackmann bei "Talk am Trecker"

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft hatte Politiker aller derzeitigen Bundestagsfraktionen  zum "Talk am Trecker"geladen, um über politische Weichenstellungen in der Landwirtschaftlichen Produktion - speziell der Tierhaltung - zu sprechen. Außer die CDU/ CSU kamen alle. Kirsten Tackmann fordert u.a. die Übermacht der Einzelhandelsketten zu begrenzen. Diese Machtkonzentration lasse den landwirtschaftlichen Betrieben vielerorts kaum eine Wahl beim Absatz. Kirsten Tackmann: "Wir müssen mit Kartellrecht da rangehen."

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