Böden erhalten - Eigentumsfrage stellen

Alexander Süßmair, MdB (DIE LINKE), Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und Sprecher für ländliche Räume der Fraktion DIE LINKE im Bundestag, erklärt zum „Internationalen Tag des Bodens“ am 5. Dezember:

„Die Ressource Boden ist begrenzt. Wir müssen sorgsam mit Ihr umgehen, weil sie eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen ist. Der Internationale Tag des Bodens erinnert uns daran, dass wir verpflichtet sind, die Böden weltweit zu schützen, ihre Fruchtbarkeit zu erhalten und zu verbessern. Nur durch eine nachhaltige und zunehmend ökologisch orientierte Landwirtschaft wird es uns gelingen, die Ausweitung der Wüsten zu stoppen, Erosion und Verödung von Böden zu verhindern. Böden dürfen nicht durch unsachgemäße Landwirtschaft oder Industrieabfälle und -emissionen vergiftet werden. Aber auch die rasante Bodenversiegelung müssen wir drastisch reduzieren. Alleine in Deutschland werden täglich 94 Hektar Boden versiegelt.

Nachhaltige Landwirtschaft schließt soziale und wirtschaftliche Komponenten mit ein. Dazu gehört weltweit auch die Eigentumsfrage an Grund und Boden. In Deutschland wird inzwischen mehr Ackerland von Kapitalanlegern gekauft, als von Landwirten. Das Eigentum an Boden gehört jedoch nicht in die Hände von Großkonzernen, Latifundisten oder Spekulanten, sondern muss breit gestreut sein. Bodenreformen, weltweit aber auch in Europa, die eine gleichmäßigere und damit gerechtere Verteilung des Landbesitzes zum Ergebnis haben, müssen verteidigt werden bzw. sollten überhaupt erst einmal durchgeführt werden. Ackerland gehört in die Hände von Bäuerinnen und Bauern.“

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