Landgrabbing in Ostdeutschland?

Denkt man an Landgrabbing, fallen einem sofort Beispiele aus Afrika oder Südamerika ein. Mächtige Konzerne oder Staaten kaufen Tausende Hektar fruchtbaren Ackerboden in anderen Ländern auf. Entweder um die eigene Bevölkerung damit zu versorgen oder sich mit Palmölplantagen, Gentech-Soja oder anderen Monokulturen eine goldene Nase zu verdienen. 

Doch wer negative Entwicklungen am Bodenmarkt beobachten will, muss gar nicht so weit reisen. Zwischen Rügen und Elbe-Elster entstand in den vergangenen Jahren neben Neugründungen ehemaliger LPGen als Genossenschaft und anderen Rechtsformen oder Wiedereinrichtern eine neue Gutsherrenstruktur, die aus Sicht der LINKEN inakzeptabel ist.

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Ackerland in Bauernhand!

Linke-Fraktionsvorsitzende fordern nach Tagung in Mecklenburg-Vorpommern Verkaufsstopp für BVVG-Flächen

Eine Erklärung zur Lage auf dem Markt für landwirtschaftliche Nutzflächen haben die Vorsitzenden der Linke-Fraktionen in den Landtagen und im Bundestag am Freitag in Schwerin verabschiedet. Zuvor hatten Politiker der Partei im Rahmen einer Tagung über die wahrscheinlichen Folgen des im Februar vom Bundesrat abgesegneten zweiten Flächenerwerbsänderungsgesetzes diskutiert.

In der Erklärung unter dem Titel »Ackerland in Bauernhand!« heißt es, mit dem Gesetz hätten die Regierungsparteien CDU, CSU und FDP »einen bisher beispiellosen Schlag gegen die Landwirte in Ostdeutschland geführt und eine weitere Besserstellung für Alteigentümer durchgesetzt«. Nach dem neuen Gesetz können im Zuge der Bodenreform ab 1945 Enteignete und deren Erben bis zum vierten Grad auf der Grundlage des Verkehrswertes des Jahres 2004 vergünstigt Ackerland erwerben, auch, wenn sie es nicht selbst bewirtschaften. Sie müssen für einen Hektar damit nur rund ein Drittel dessen bezahlen, was Landwirte, die aktuell auf dem freien Markt Flächen kaufen wollen, häufig hinblätten müssen (siehe jW vom 12.2.).

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