Statt «pro oder contra Wachstum» den sozialökologischen Umbau einleiten!

In der öffentlichen Diskussion wird lebhaft über «Wachstum» gestritten. Bestärkt wurde dies durch die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise. Auch unter den Linken und in der Partei DIE LINKE wird nun erneut oder erstmals debattiert, ob die Auseinandersetzung mit Krisenursachen und Krisenfolgen in ein «für oder wider Wachstum» münden soll. Im rls-Standpunktepapier  "Statt «pro oder contra Wachstum» den sozialökologischen Umbau einleiten!" wirbt Judith Dellheim für eine andere Fragestellung: "Was für eine Entwicklung wollen wir und wie kann sie möglich werden?".

Wachstum!? Qualitativ, sozial-ökologisch, reguliert – oder schrumpfen?

sozialismus-wachstumDas aktuelle Supplement der Zeitschrift Sozialismus ist der Wachstumsdebatte gewidmet. Ralf Krämer, Gewerkschaftsfunktionär und Mitglied der Programmkommission der LINKEN stellt sich die Frage "Wachstum oder sozialistische Politik? Über Wachstum, Ökologie, Erwerbsarbeit, Sozialstaat und die Linke". Der Beitrag von Herbert Schui, ehemals Professor an der Hochschule für Wirtschaft und Politik und heute Bundestagsabgeordneter, ist "Mit grünem Wachstum gegen Klimakrise und Wirtschaftsstagnation?"

Klima-Crash und Wirtschaftskrise? Wie weiter mit dem Wachstum?

"3. Tagung des 17. Zentralkabinetts der Zweiten Republik beschließt Wachstumsbeschleunigungsgesetz", meldet die taz am 10.11.09, 20 Jahre nach dem Untergang der vermeintlich ›real-sozialistischen Alternative‹. Die Meldung bezieht sich auf die erste Maßnahme der Regierungskoalition von CDU/CSU und FDP. Obwohl seit dem Beinahe-Zusammenbruch der Finanzmärkte immer wieder der Zusammenhang der multiplen Krisen, von ökonomischer und ökologischer Krise betont wird, gibt es aus Sicht der Bundesregierung – kurz vor dem bereits im Vorfeld gescheiterten Weltklimagipfel in Kopenhagen – nur einen Weg aus der ökonomischen Krise: durch Wachstum. Doch selbst die globale Wirtschaftskrise sorgte nur für eine minimale Dämpfung des CO2-Ausstoßes: die Emissionen wuchsen 2008 um zwei, 2009 um 2,8 Prozent. In den Jahren zuvor wurde trotz 30 Jahren Umweltpolitik und effizienterer Technologien der Ausstoss klimarelevanter Gase und der Verbrauch von Rohstoffen nicht nur nicht reduziert, sondern sogar beschleunigt. Laut Weltklimarat IPCC entspricht dies dem Worst-Case-Szenario einer drohenden Erwärmung um sechs Grad Celsius – das zwei-Grad-Ziel eines vermeintlich noch beherrschbaren Klimawandels ist bereits verfehlt.

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