Biological big data: Die UN-Biodiversitätskonferenz und der Kampf um Zugang, Rechte und Gerechtigkeit

IDB 2016 logo En2015 wurde als Jahr der Nachhaltigkeit bezeichnet: Auf der Grundlage der Agenda 2030 als Herzstück eines neuen, universellen Konsenses für eine sozial gerechte, ökologisch und wirtschaftlich nachhaltige Entwicklung weltweit, flankiert von den großen Konferenzen zur Entwicklungsfinanzierung in Addis Abeba und der Klimakonferenz in Paris, will die Welt nicht weniger erreichen als ihre Transformation im „Geist verstärkter globaler Solidarität“.    

„Alle Länder und alle Interessenträger werden diesen Plan in kooperativer Partnerschaft umsetzen. Wir sind entschlossen, die Menschheit von der Tyrannei der Armut und der Not zu befreien und unseren Planeten zu heilen und zu schützen. Wir sind entschlossen, die kühnen und transformativen Schritte zu unternehmen, die dringend notwendig sind, um die Welt auf den Pfad der Nachhaltigkeit und der Widerstandsfähigkeit zu bringen. Wir versprechen, auf dieser gemeinsamen Reise, die wir heute antreten, niemanden zurückzulassen.“ (Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, Präambel)

Nun kommt mit der 13. Vertragsstaatenkonferenz zur UN-Biodiversitätskonvention vom 4. – 17. Dezember in Cancun, Mexiko, ein weiterer wichtiger Gipfel hinzu.

Risiken und Nebenwirkungen von Umwelthormonen endlich ernst nehmen

von Dr. Kirsten Tackmann, MdB

In der Fachsprache werden chemische Stoffe, die Mensch oder Tier durch hormonähnliche Wirkungen schädigen, „endokrine Disruptoren“ genannt. Sie sind in Pflanzen-, Holz- und Vorratsschutzmitteln genauso zu finden wie in Kunststoffen, Verpackungsmaterial, Kosmetika oder Medikamenten. Sie gelangen in Gewässer, Luft oder Boden und sind so praktisch Teil unseres Alltags.

Sachverständigenrat fordert mehr Flächenschutz, mehr Vielfalt, mehr Verantwortung

Umweltschutz wird noch immer in Politik und Wirtschaft mehr als Übel denn als Herausforderung angesehen.

Bei der Präsentation eines neuen Gutachtens des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) bei der Bundesregierung diese Woche war das große Stichwort „ökologische Transformation“. Das Gutachten lenkte den Blick verstärkt in die Zukunft statt auf die Vergangenheit. Kernthemen sind die Rolle der deutschen Politik für ökologische Veränderung, Klimaschutz im industriellen Kontext, sozialökologische Verantwortung der Energiewende, Flächenverbrauch, Wildnisgebiete und Pestizide.

Hochwasserschutz – ganzheitlich, ökologisch und sozial verträglich

Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser. Darum muss der Hochwasserschutz in Deutschland muss voran gebracht werden. Die Maßnahmen zum Schutz vor Hochwasser sind vorausschauend, überregional, ökologisch und sozial verträglich zu organisieren. Ziel soll es sein, extreme Hochwässer z. b. durch Entsieglung, zu vermeiden, Folgen zu mindern und Schäden zu regulieren. Die Fraktionsvorsitzendenkonferenz der LINKEN hat ein dazu kürzlich ein Papier mit kurzen und knackigen Eckpunkten verabschiedet. Lesen Sie es hier.