LINKE fordert Paradigmenwechsel bei der Futtermittelkontrolle

„Mein Verdacht, dass dieser Skandal um dioxinverseuchte Lebensmittel nur die Spitze des Eisberges ist, wurde nicht ausgeräumt. Kriminelle Energie und Profitgier, gepaart mit unzureichenden Kontrollen und zeitlichem Verzug haben zum Dioxin-Skandal geführt“, kommentiert Kirsten Tackmann die heutige Sondersitzung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

 

Die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Hoch spezialisierte, zentralisierte Strukturen bei landwirtschaftlichen Produktionsabläufen erhöhen die Gefahr verseuchter Lebensmittel. Verhalten sich Teile der Produktionskette zusätzlich falsch, ist der nächste Lebensmittel-Skandal vorprogrammiert. Das bestehende Kontroll-System muss geändert werden.

DIE LINKE fordert unter anderem ein staatlich kontrolliertes Zertifizierungssystem für die gesamte Produktionskette, vom Acker bis zum Teller. Finanziert von der Branche, deren schwarze Schafe die Verursacher des erhöhten Kontrollaufwandes sind. Ein dichtes Netz risikoorientierter staatlicher Pflichtuntersuchungen muss zwingend das Funktionieren des privatwirtschaftlichen Zertifizierungssystems überwachen. Gleichzeitig wäre ein Vermarktungs- und Transparenzsiegel gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern sinnvoll. Das funktioniert im Ökolandbau schon seit Jahren.“

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