Glyphosat – Nein Danke!

Glyphosat ist das meistverkaufte Unkrautvernichtungsmittel der Welt und ein sogenanntes "Totalherbizid". Es tötet jede Pflanze, die nicht gentechnisch verändert wurde. Glyphosat ist laut WHO wahrscheinlich krebserregend beim Menschen und es trägt maßgeblich zum Artensterben in der Agrarlandschaft bei. So sind in Deutschland mehr als drei Viertel aller Fluginsekten aus den Schutzgebieten verschwunden. Bienen sind systemrelevant. Aber wir retten sie nur, wenn sich Bayer und Monsanto vom Acker machen müssen!

Rede von Sabine Leidig am 14.2. 2019 im Deutschen Bundestag unten als Video und Text.

Alarmierend zum Thema ist der Artikel in der taz vom 11.2. 2019: Studie zum weltweiten InsektensterbenKurz vor Kollaps. Wissenschaftler beobachten bei Insekten das „größte Aussterben seit der Perm- und Kreidezeit“. Das hat Auswirkungen auf das Ökosystem.

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Das Summen auf dem Acker

Foto: Maja Dumat www.pixelio.deEndlich ist Frühling. Es blüht, summt und brummt. Für die Landwirtschaft beginnt eine arbeitsintensive Zeit. Für Imkerinnen und Imker ebenfalls. Ihre Bienen schwärmen aus und sammeln Pollen. Zum Wohle ihre Volkes, seiner Königin und natürlich der neuen Bienengeneration. Damit leisten sie gleichzeitig wichtige Arbeit für uns Menschen – sie bestäuben die Kulturpflanzen für eine reiche Ernte und produzieren Honig.

Auch wenn es zwischen Bauernhof und Bienenstock so harmonisch summt, ist unsere Welt für Bienen und andere Insekten wenig friedvoll. Sie werden vielfältig bedroht. Der neue Greenpeace-Bericht „Bye, bye Biene“ veranschaulicht das Problem in den USA. Dort sind seit dem Jahr 2004 so viele Honigbienenvölker verloren gegangen, dass in den vergangenen fünfzig Jahren noch nie so wenige Bestäuber in Kultur gehalten wurden wie aktuell! In Deutschland ist die Entwicklung (noch) nicht so dramatisch, aber die Probleme nehmen zu.

In der Plenardebatte am Donnerstagabend habe ich darauf hingewiesen, dass die Ursachen des Bienensterbens sehr komplex sind. Oft ist es wohl die Summe der schädigenden Einflüsse, mit der die Bienenvölker nicht mehr fertig werden. Das heißt, es muss gleichzeitig an mehreren Schrauben im System gedreht werden. Wird nur eine einzelne Ursache beseitigt, bleiben die Probleme weiter bestehen.

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Agrarpolitik muss bienentauglicher werden

biene auf blueteDie Bienen von heute haben (mindestens) zwei Probleme, die miteinander zusammenhängen. Sie verrichten ihre sprichwörtlich fleißige Arbeit zur Honigproduktion und Ertragssicherung, also zum Wohle der Agrarwirtschaft und der Menschheit, eher unbemerkt. Deshalb wird sie viel zu selbstverständlich vorausgesetzt. Das trägt zu Problem 2 bei: Ihre Arbeitsbedingungen haben sich für viele unbemerkt ebenso vielfältig wie drastisch verschlechtert. Bienenschädigungen und der Verlust ganzer Bienenvölker sind die Folge.

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Imkerei: Bundesregierung duckt sich bei Aus- und Weiterbildung weg

Bienen am Anflugbrett, © Maja Dumat PIXELIO www.pixelio.de„Trotz erheblicher Probleme in der Imkerei sieht die Bundesregierung keinen Änderungsbedarf. Aus- und Weiterbildung seien ausreichend, für alles Weitere seien die Länder zuständig. Ich halte dieses Wegducken für unverantwortlich. Schließlich arbeiten die Imkerinnen und Imker für die gesamte Gesellschaft. Ihre Bienen sichern über die Bestäubungsleistung unsere Nahrung. Deshalb muss die Gesellschaft sie in ihrem Kampf gegen das Bienensterben unterstützen“, kommentiert Dr. Kirsten Tackmann die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion zur Imkerei (Bundestagsdrucksache 17/6521 „Imkerei 2011: Qualitätsverbesserungen durch Aus- und Weiterbildung“). 

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