Von Afrika nach Brandenburg?

Auch nach neun Jahren im Bundestag schlägt in mir noch immer noch das Herz einer Tierärztin aus dem Tierseuchenforschungsinstitut in Wusterhausen/Dosse. Das Thema Tierseuchen ließ mich auch in der parlamentarischen Arbeit nie los. Deshalb hat die Linksfraktion in den vergangenen Jahren immer wieder auf eine wachsende Bedrohung durch Tierseuchen hingewiesen. Globale Handels- und Personenströme oder der Klimawandel tragen dazu bei.

Eine der größten Bedrohungen für die Schweinehaltung in der Bundesrepublik ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), die sich seit Monaten aus Osteuropa und dem Baltikum auf uns zu bewegt. Das aus Afrika stammende Virus ist dort eine so genannte Naturherdinfektion. D.h. es löst in seinem natürlichen Reservoir der wildlebenden Warzenschweinpopulation kaum Erkrankungen aus. In Hausschweinen jedoch gehört es zu den gefährlichsten Infektionen mit hoher Todesrate. Im Juni 2007 erstmals in Georgien festgestellt, wurde das Virus in der Ukraine, in Polen, Lettland, Belarus, Estland sowie in Litauen nachgewiesen.

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Das Risiko der Afrikanischen Schweinepest als Systemfehler

Wildschweine können die ASP verbreiten. Quelle: Rudolpho Duba  / pixelio.deSeit Jahren warnt DIE LINKE vor den kaum beherrschbaren Einschleppungsrisiken von Tierseuchen durch globale Personen- und Handelsströme.

Aktuell steht eine neue Gefahr vor der Tür. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) bewegt sich aus Osteuropa kommend auf uns zu. Das Risiko steigt und die Folgen sind noch fataler, weil die Schwarzwildbestände flächendeckend historisch hoch sind und vor allem in Niedersachsen auch die Hausschweinebestandsdichte. Und die ASP selbst ist auch eine viel größere Bedrohung als die Europäische Schweinepest Mitte der 1990er Jahre. Und die war damals nur schwer in den Griff zu kriegen.  

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Notfonds sichert Arbeitsplätze in tierhaltenden Betrieben

© Regina Kaute PIXELIO www.pixelio.deDas Neue Deutschland titelte „Schutzschirm für Tierzüchter“. Das ist gut auf den Punkt gebracht. Der Antrag „Notfonds für tierhaltende Betriebe einrichten“, den DIE LINKE diese Woche in erster Lesung im Bundestag beantragt hat, ist kein Rundum-Sorglos-Paket. Er soll aber in besonderen Notsituationen helfen. Denn der Linksfraktion sind die tierhaltenden Betriebe in den ländlichen Räumen aus sozialen und ökologischen Gründen sehr wichtig.

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Schweine impfen statt keulen

Kirsten Tackmann: "Impfen statt keulen", Foto: Christian RehmerSo lässt sich die Forderung eines interfraktionellen Antrages zusammenfassen, der diese Woche im Bundestag beschlossen wurde. „Keulen“ bezeichnet das Töten eines Nutztierbestandes zur Verhinderung der Ausbreitung einer Tierseuche. Im Antrag geht es um die Europäische Schweinepest, eine der bedrohlichsten Tierseuchen für Haus- und Wildschweine. Vor allem, weil sie leicht von Tier zu Tier, von Stall zu Stall übertragbar ist.

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