LINKE macht Vorschläge zur Überarbeitung des Tierschutzrechts

© Oliver Haja PIXELIO www.pixelio.deVor zehn Jahren wurde das Staatsziel Tierschutz in der Verfassung verankert. Derzeit erleben wir eine breite gesellschaftliche Debatte über Rolle und Wesen der Landwirtschaft. In diesem Zusammenhang macht DIE LINKE in einem Antrag (Bundestagsdrucksache 17/10694) Vorschläge zur Überarbeitung des Tierschutzrechts. Dabei geht es darum, die landwirtschaftliche Nutztierhaltung nicht nur tierschutzgerecht, sondern auch ökologisch und sozial auszugestalten.

Industrielle Intensivtierhaltung ist nicht nur schädlich für die Tiere, sondern auch für die Menschen, die in den Ställen oft zu Billiglöhnen schuften müssen. Und für die, die um die Ställe herum wohnen und neben Gestank auch noch überdüngte Böden und Gewässer ertragen müssen. Hinzu kommt, dass zur (meist artwidrigen) Ernährung der Tiere mit Soja jedes Jahr viele hundert Hektar Regenwald in Brasilien abgeholzt werden. Und: Geflügel, was nicht verkauft werden kann, wird in Westafrika unter dortigen Marktpreisen verscherbelt. Das ist immer noch billiger, als es hierzulande zu entsorgen. Es bringt aber afrikanische Bäuerinnen und Bauern um ihre Existenz und die Käuferinnen und Käufer nicht selten um die Gesundheit.

Fazit:

  • Der Fleischkonsum in Deutschland muss sinken;
  • Die Fleischproduktion muss zurück gehen;
  • Die Art und Weise der Fleischproduktion muss eine völlig andere werden. Dies kann der Staat regeln.

Landwirtschaftliche Nutztiere können gehalten werden. Aber wenn, dann bitte nur tierschutzgerecht, sozial und ökologisch.

 


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