LINKE unterstützt Dorfbewegung als Demokratieprojekt

Professor Kurt Krambach, Vorsitzender des Vereins Dorfbewegung Brandenburg kämpft seit vielen Jahren leidenschaftlich für lebenswerte Dörfer. Deshalb war es nur logisch, dass er als wichtiger Impulsgeber zum Initiator_innen-Kreis gehörte, die im Ergebnis der Internationalen Dorfkonferenz 2011 unter dem Dach der Rosa Luxemburg Stiftung und der Europäischen Dorfbewegung ERCA auch in unserem Land eine Dorfbewegung gegründet haben. Ziel ist eine zivilgesellschaftliche Struktur, mit der die demokratische Teilhabe in den ländlichen Räumen verbessert werden kann. In anderen Ländern der EU ist das längst gelebter Alltag. In Skandinavien oder dem Baltikum finden regelmäßig landesweite Dorfparlamente statt, in denen politische Forderungen entwickelt und formuliert werden. In Schweden ist sogar geregelt, dass Resolutionen aus dem alle zwei Jahre stattfindenden Dorfparlament im schwedischen Reichstag behandelt werden.

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Bundesagrarminister muss endlich auch Dorfminister werden

Bundesagrarminister Schmidt hat im Herbst 2015 einen Sachverständigenrat für Ländliche Entwicklung (SRLE) zur Unterstützung der Arbeit eines Staatssekretärs-Arbeitsstabes und einer interministeriellen Arbeitsgruppe berufen. Am 12. Januar 2016 fand zwar eine erste Sitzung statt. Aber warum wer und wie für welche konkreten Aufgaben in diesem Gremium arbeiten wird, blieb unklar.

Deshalb hakte die Linksfraktion nach und forderte einen Bericht im zuständigen Fachausschuss des Bundestages. Die Bundesregierung benannte die Themenfelder Demografie, Daseinsvorsorge, Soziales und Lebensverhältnisse, Wirtschaft, Arbeit und Finanzen, Landnutzung, Umwelt und Erholung. Zwölf ehrenamtliche Mitglieder wurden für drei Jahre berufen. Die Hälfte davon sind Frauen - und das ist auch gut so, denn gerade die Abwanderung von Frauen ist im ländlichen Raum ein Problem.

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Gleiche Bezahlung für gleichwertige Arbeit - erst Recht für Frauen im ländlichen Raum

Überall auf der Welt bekommen Frauen für die gleiche Arbeit deutlich weniger Geld als Männer. An gleiches Geld für gleichwertige Arbeit ist erst Recht nicht zu denken. In der EU liegen die Einkommensunterschiede durchschnittlich bei 17 Prozent. Deutschland gehört mit 22 Prozent seit Jahren zu den Schlusslichtern. Gegen diese Ungerechtigkeit wehren sich Frauen quer durch die Gesellschaft. Dabei wird mit dem Aktionstag „Equal Pay Day“, der in diesem Jahr auf den 21. März fällt, ein Achtungszeichen gesetzt. Bis zu diesem Tag, fast ein viertel Jahr, müssen Frauen im Durchschnitt länger arbeiten, um auf das Jahreseinkommen ihrer männlichen Kollegen zu kommen. Gegen diese Diskriminierung kämpfen wir LINKEN seit Jahren.

In ländlichen Räumen ist die Einkommensschere zwischen Frauen und Männern mit durchschnittlich 33 Prozent noch größer. Das gefährdet den sozialen Frieden, aber auch die Einkommenssicherheit von Familien. Und es demotiviert die Frauen, im Dorf zu bleiben. Wer will schon für ein „Taschengeld“ arbeiten.  Zumal sich aus der aktuellen Lohnlücke perspektivisch eine Sicherungslücke im Alter aufbaut  – und zwar von bis zu 68 Prozent. Altersarmut ist die Folge.

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Aufs platte Land?!

Gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen sind keine Wohltätigkeit, sondern eine Frage der Zukunftsfähigkeit der GesellschaftDorfteich, Foto: Ruth Rudolph www.pixelio.de

In einem sehr ländlichen Wahlkreis sind die »Wege übers Land« einer Sommertour während der Parlamentsferien weit. Sie sind umso wichtiger, will frau am Puls der Zeit bleiben. Im Bundestagswahlkreis 57 (1) leben auf 5.000 Quadratkilometern etwa 200.000 Menschen, 40 pro Quadratkilometer. Nach EU-Normen ist die Region nahezu unbewohnt. Da ist viel Platz für LINKE-Politik für gleichwertige Lebensverhältnisse in allen Landesteilen. Doch dieser verfassungsgebende Konsens ist gefährdet in einem Land, in dem die städtische Bevölkerungsmehrheit unterdessen mit 73 Prozent angegeben wird und »teile und herrsche« erfolgreiches Machtprinzip ist. Weder Landflucht noch demografischer Wandel seien politisch beeinflussbar, wird behauptet. In diesem politischen Klima wird der Anspruch auf gleichwertige Lebensverhältnisse schnell infrage gestellt. Zumal es von den Metropolen und ihren Speckgürteln aus gesehen so scheint, als würden in den Dörfern und kleinen Städten nur noch die Menschen wohnen, die nicht rechtzeitig weggekommen sind. Die zu träge, zu doof oder zu alt sind. Das ist ein Irrtum.

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