Glyphosat: Wenn Unkrautkiller nicht nur Unkraut killen

„Wahrscheinlich krebserregend“. Das ist das vernichtende Urteil der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) über den Pestizid-Wirkstoff Glyphosat. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Totalherbizid, das beispielsweise in Monsanto´s RoundUp enthalten ist. Alle Pflanzen, die mit ihm in Berührung kommen und nicht gentechnisch resistent gegen Glyphosat gemacht wurden, sterben ab.

Viele Jahre galt Glyphosat als verhältnismäßig umweltfreundlich. Die deutschen Behörden, vorneweg das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), sehen das im Gegensatz zur IARC noch heute so. Deutschland ist der berichterstattende Mitgliedsstaat, der im Wiederzulassungsprozess von Glyphosat für die Risikobewertung zuständig ist. Es muss die Frage beantwortet werden, ob das Gift weitere zehn Jahre eingesetzt werden darf oder nicht. Die Empfehlung des BfR: weitere Nutzung unbedenklich! Nach Sichtung von 1.000 Beiträgen empfahl es sogar die täglich duldbare Aufnahmemenge von 0,3 mg/kg auf 0,5 mg/kg zu erhöhen.

Machen Wessi-Kühe den Osten zum Gülleklo?

Die Nährstoffbelastung in einheimischen Gewässern ist nach Ansicht der Linksfraktion zu hoch. Im Koalitionsvertrag ist vereinbart, dass der gesetzliche Rahmen des Düngerechts anzupassen ist. Damit soll der Nährstoffzufluss in die Gewässer verringert werden. Deshalb wollen die Abgeordneten in einer Kleinen Anfrage (18/5874) von der Bundesregierung wissen, wann das Gesetz zur Änderung des Düngegesetzes als Voraussetzung für das Inkrafttreten der Düngeverordnung in den Bundestag eingebracht wird.

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