Klimakonferenz: Durch die Medina von Marrakesch

Ankunft Flughafen (Foto: privat)

Erster Tag. Ankunft am Flughafen. Marrakesch weht in roten Bannern: "Act, Agir, Actuar". Die Klimakonferenz in den riesigen Plastik-Planen-Zelten vor den weiß verschneiten Hängen des Atlas-Gebirges hat sich "das Handeln" auf die Fahnen geschrieben. Immerhin: Mit dem vorletzter Woche in Kraft getretenen Pariser Klimavertrag vom Winter letzten Jahres ist noch nie zuvor ein Völkerrechtsabkommen so schnell gültig. Jetzt soll eine Gebrauchsanleitung verhandelt werden, wie es geschafft werden kann, damit sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts nicht um 2 Grad erwärmt. Aber Papier ist geduldig. Schon 2016 war das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die "Perle des Südens" lechzt wegen Trockenheit na

ch Wasser. Schon immer war das kostbare Nass in der alten Festungsanlage Mangelware, zwei Staudämme vor den Toren liefern der knapp 1-Million-Einwohnermetropole das Trinkwasser.

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Die Klimaskeptiker von der AfD

Evas Blog im nd 07.09.16Das kann jetzt wirklich keiner mehr schönreden: Die AfD hat sich vorerst in den deutschen Landesparlamenten festgesetzt. Nun stehen die »Blauen«, soweit bekannt, nicht nur für dumpfe Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus. Was bisher kaum Beachtung findet, und darum in meinem heutigen Blog auf die Tapete kommt: Mit den Rechtspopulisten sind ausgemachte Klimawandel-Leugner und Anhänger kruder Verschwörungstheoretiker auf der Bühne der großen Politik aufgeschlagen.

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Willkommen im Anthropozän!

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Alberto Acosta hat in seinem ersten Beitrag zu unserem Blog seine Enttäuschung über die »Mängel des beklatschten Abkommens« von Paris aufgeschrieben. Seine starke, fundierte Kritik kann ich sofort unterschreiben. Auch mir ist die fehlende Verbindlichkeit, die nicht ausreichende Klimafinanzierung vom Norden in den Süden, das fehlende Ausstiegsdatum für Öl, Kohle und Gas zu wenig, um nur drei Schwachstellen zu nennen. Uns allen, die sich seit Beginn der internationalen Klimaverhandlungen in den 1990er Jahren auf dem diplomatischen Parkett der Vereinten Nationen bewegen, ist aber auch klar, dass der Pariser Vertrag genau das ist, was im UN-System mit seinen nervenaufreibenden Konsensentscheidungen machbar gewesen ist: nämlich ein klimapolitischer, globaler Minimalkonsens. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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Paris und danach: Letzte Chance für den Klimaschutz

15 12 12 Eva auf Pariser Klimademo

Sonnabend, 19:28 Uhr, es ist so weit. "L'accord de Paris, il est accepté!", spricht Frankreichs Außenminister und Präsident der 21. Konferenz der Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention (COP21) Laurent Fabius der versammelten Staatenwelt ins Mikrofon. Seine Stimme ist erstaunlich ruhig, noch herrscht Anspannung auf dem Gipfelgelände. Doch dann, ins Satzende, bricht sich lauter Jubel im "La Seine", dem Saal der Vollversammlung auf dem Flughafengelände von Le Bourget, seine Bahn.

Stehender Applaus bei MinisterInnen, Delegationen, VerhandlerInnen aller Kontinente. Zu Freuen gibt es mehr als genug. Über 20 Jahre liegen hinter dem "Klimaprozess". Zähe Verhandlungen, bittere Enttäuschungen, kleinste Tippelschritte liegen hinter den KlimadiplomatInnen. Fachleute die meisten, viel zu oft belächelt für ihre Paragraphen-Manie, ihr Fachkauderwelsch, ihren langweiligen Kampf um Adjektive, Klammern und Klimaschutz-Mechanismen. Viel Häme auch für die immer neuen Beteuerungen, dass Klimakonferenzen in Durban, Cancún und Kopenhagen keine sinnlosen Quasseltreffen seien, bei denen am Ende eh nichts Neues herauskomme als noch mehr Treibhausgase, ausgestoßen in die angekratzte Atmosphäre von der COP-Karawane bei ihren Reisen rund um den Globus.

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