Weltuntergang in Zeitlupe

Der Klimawandel trifft die Ärmsten. Was kann man dagegen unternehmen?

 

Die Erderwärmung wird bis Ende des 21. Jahrhunderts weltweit irreversible Klimaschäden nach sich ziehen und Millionen Menschen zur Flucht zwingen. Wer ist verantwortlich, und wie könnte ein Weg zu mehr Klimagerechtigkeit aussehen?

 

Die Megastadt Lagos, in der 21 Millionen Menschen leben, wird Ende des Jahrhunderts im Meer versunken sein. Ebenso die halbe Staatsfläche Bangladeschs mit seinen 150 Millionen EinwohnerInnen. Etwa zwölf Millionen Hektar landwirtschaftlich nutzbare Fläche werden jährlich zur Wüste, im Pazifik gehen ganze Inselstaaten unter. Stark benachteiligte Bevölkerungsgruppen wie Arme, indigene Gemeinschaften, Frauen und Kinder müssen angesichts des Klimawandels noch erbitterter um ihr Überleben kämpfen.

Weiterlesen: Weltuntergang in Zeitlupe

Urlaub im Rheinischen Braunkohlerevier

Banner Ende Gelände

 

Vom 14. bis 16. August 2015 heißt es "Ende Gelände" im Rheinischen Braunkohlerevier. In einer Aktion zivilen Ungehorsams werden sich hunderte Menschen den Braunkohlebaggern von RWE in den Weg stellen. Wer nicht mit in die Grube will, für die/den gibt es auch Möglichkeiten des Protests an der Tagebaukante.

Zahlreiche Verbände und NGOs - unter ihnen Attac, der BUND, campact und RobinWood - haben sich mit der Aktion solidarisiert. In der gemeinsamen Erklärung heißt es: "Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen. Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle." 

Auch der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (NRW) wird sich an den Aktionen für den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung beteiligen. Kommt auch Ihr vorbei!

Tagebuch Klimakonferenz Tag 5 Abschluss

Tag 5: Sonnabend, 12. Dezember 2014: Warum Klimagerechtigkeit so wichtig ist

Wir gehen in die Verlängerung. Am Morgen wieder Briefing: Die Industrieländer wollen wie erwartet nicht ins Portemonnaie greifen, dafür aber die Entwicklungsländer bei CO2-Reduktionszielen mehr in die Verantwortung nehmen. Das Beichtverfahren in der Nacht (Tag 4) hat sich verzögert und wurde vom COP-Präsidenten Vidal schließlich abgebrochen. Der dann vorgelegte Entwurf wird von vielen Ländern des Südens als ungerecht empfunden. Und er ist es auch. Seit zehn Uhr dann wird der Entwurf für die so wichtige Abschlusserklärung von Lima in der Vollversammlung wieder neu besprochen. Der Vertreter von Malaysia bringt die Problematik der Klimagerechtigkeit auf den Punkt, wegen der großen Unterschiede zwischen Arm und Reich würden Nord und Süd in „zwei verschiedenen Welten“ leben: „Ihr habt uns kolonisiert, darum sind wir ganz woanders gestartet!“

Weiterlesen: Tagebuch Klimakonferenz Tag 5 Abschluss

Tagebuch Klimakonferenz Tag 4

Tag 4: Freitag, 12. Dezember 2014: Warten auf Quinoa-Eis

Abgeordnete und NGO-Vertreter analysieren den strittigen Lima-Entwurf.Foto: privat

Es ist Freitag, später Abend. Nur noch der harte Kern der Klimagemeinde harrt noch im „Pentagonito“ aus. Auf dem Konferenzgelände ist die Nacht eingekehrt, ein kalter Wind weht vom Pazifik in die Pavillons, die tagsüber warm wie Gewächshäuser sind. Offiziell der letzte Konferenztag, wird eine Entscheidung des Plenums über ein Lima-Abkommen wohl noch bis Sonnabend dauern. Streitpunkte darüber, wie viel Klimagelder die Industrieländer ab wann und wie bereitstellen, und ob auch die Entwicklungsländer einen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion beitragen, konnten nicht überwunden werden (Tag 3). Vielleicht wird das Tauziehen bis Samstagabend dauern. Aber auch eine spontane, schnelle Einigung im Endspurt bleibt noch möglich, Verhandlungen zwischen allen Staaten der Erde haben ihre ganz eigenen Regeln.

Weiterlesen: Tagebuch Klimakonferenz Tag 4

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok