Klimaverhandlungen in Paris: Le Bourget in der Warteschleife

logo ebs cop parisEigentlich wollten die Franzosen schon am Freitag mit einem fertigen Klimaabkommen ins weekend. Doch ganz so einfach war die Landung zum Pariser Weltkimavertrag dann doch nicht. Überraschen tut das hier trotzdem niemanden. Noch nie wurde eine Klimakonferenz pünktlich fertig. Die Gastgeber versuchen das Ringen um einen »sauberen Abschlusstext« weiter in die richtige Richtung zu lotsen.

Gestern, am späten Abend kam der vorletzte Entwurf. Kaum noch Klammern, dafür aber nur noch halb so viele Worte wie noch vor einer Woche. Die »Feuermauer« zwischen Industrieländern mit hoher Verantwortung für Klimaschutz und Finanzierung, und Entwicklungsländer mit wenigen Verpflichtungen, wie sie in der Klimakonvention seit Jahren gilt, sie wurde etwas angeknackst.

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Klimakonferenz in Paris: Hausarrest am Menschenrechtstag

Angst vor Repression (Foto: privat)Ohne Menschenrechte ist ein Klimaabkommen eigentlich ein Unding. Doch sollte man mit dem Finger nicht nur auf die bösen Saudis zeigen.Ausgerechnet im Mutterland der Menschenrechte. Ausgerechnet im Land der Republik, Land der Revolution gegen aristokratische Willkürherrschaft. Ausgerechnet am Internationalen Tag der Menschenrechte werden in Frankreich die bürgerlichen Rechte weiter mit Füßen getreten. Nach einem langen Konferenztag in kleinen Sitzungsräumen, den endlosen Hallen von Le Bourget, langen Diskussionen über den Verhandlungspoker zwischen den "Parties" eines künftigen Klimaabkommens fahre ich zum Unterstützerkomitee verhafteter KlimademonstrantInnen.

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Klimakonferenz in Paris: Mit dem Scheckbuch gegen die Feuermauer

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Gleich Beginn der Pressekonferenz von Umweltministerin Hendricks, Briefing zum aktuellen Verhandlungsstand. Mir geht noch der gestrige Abend durch den Kopf. Fragt man einen Inder, was Klimawandel für ihn bedeutet, dann bekommt man diese Antwort: Immer mehr Männer, Frauen und Kinder im ländlichen Indien werden zu Vertriebenen im eigenen Land. Weniger Regen fällt, Felder verdorren, Vieh steht mit trockener Zunge am Gatter.

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Klimakonferenz in Paris: Gallische Wolken vorm Endgame

logo ebs cop parisHeute Ankunft in Paris. In Le Bourget gehen die Klimaverhandlungen unaufhaltsam der entscheidenden Phase entgegen. Oder bildlicher ausgedrückt, mit der Spielersprache des internationalen Klimapokers, rückt das »Endgame« immer näher. In den Hallen und Gängen der Messehallen wird gemunkelt, dass es der französischen Präsidentschaft, dass es den Gastgebern der größten Klimakonferenz aller Zeiten vor allem darum gehe, die Operation »Weltklimavertrag« schnell und sauber über die Bühne zu bringen: Nämlich vor der zweiten Runde der Regionalwahlen im Land der Gallier, wo nach dem ersten Urnengang letzten Sonntag eine Woche drauf die Stichwahlen anstehen. Bis Freitag ist die COP21 anberaumt, noch nie seit COP1, 1991 in Berlin, konnten die TeilnehmerInnen ihre Koffer pünktlich in Richtung Ausgang rollen.

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