Klimakonferenz: Karawane des Kapitals

 

144389Zweiter Bericht von der Klimakonferenz. Der zweite Tag ist ein sehr heißer Tag. Beim morgendlichen Briefing der deutschen Verhandlungsteams wird schnell klar: Die Verhandlungen zur konkreten Umsetzung des Pariser Klimaabkommens sind im Wüstensand verlaufen.

Normalerweise werden wichtige Entscheidungen zur Zukunft der globalen Klimapolitik in der ersten Konferenzwoche vorverhandelt. Um dann Streitfragen in der zweiten Woche, dem High-Level-Segment, zwischen StaatschefInnen und MinisterInnen auszukungeln. Im Königreich Marokko aber zählt das Wort des Königs. Und weil der schon mal eine Marrakesch-Erklärung hat aufschreiben lassen und für gut befunden hat, steht die Deklaration der 22. Vertragsstaaten-Klimakonferenz und die erste Abschlusserklärung zum Pariser Klimaabkommen schon jetzt so gut wie fest.

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Klimakonferenz: Durch die Medina von Marrakesch

Ankunft Flughafen (Foto: privat)

Erster Tag. Ankunft am Flughafen. Marrakesch weht in roten Bannern: "Act, Agir, Actuar". Die Klimakonferenz in den riesigen Plastik-Planen-Zelten vor den weiß verschneiten Hängen des Atlas-Gebirges hat sich "das Handeln" auf die Fahnen geschrieben. Immerhin: Mit dem vorletzter Woche in Kraft getretenen Pariser Klimavertrag vom Winter letzten Jahres ist noch nie zuvor ein Völkerrechtsabkommen so schnell gültig. Jetzt soll eine Gebrauchsanleitung verhandelt werden, wie es geschafft werden kann, damit sich die Erde bis Ende des Jahrhunderts nicht um 2 Grad erwärmt. Aber Papier ist geduldig. Schon 2016 war das heißeste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch die "Perle des Südens" lechzt wegen Trockenheit na

ch Wasser. Schon immer war das kostbare Nass in der alten Festungsanlage Mangelware, zwei Staudämme vor den Toren liefern der knapp 1-Million-Einwohnermetropole das Trinkwasser.

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Die Klimaskeptiker von der AfD

Evas Blog im nd 07.09.16Das kann jetzt wirklich keiner mehr schönreden: Die AfD hat sich vorerst in den deutschen Landesparlamenten festgesetzt. Nun stehen die »Blauen«, soweit bekannt, nicht nur für dumpfe Fremdenfeindlichkeit und Nationalismus. Was bisher kaum Beachtung findet, und darum in meinem heutigen Blog auf die Tapete kommt: Mit den Rechtspopulisten sind ausgemachte Klimawandel-Leugner und Anhänger kruder Verschwörungstheoretiker auf der Bühne der großen Politik aufgeschlagen.

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Willkommen im Anthropozän!

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Alberto Acosta hat in seinem ersten Beitrag zu unserem Blog seine Enttäuschung über die »Mängel des beklatschten Abkommens« von Paris aufgeschrieben. Seine starke, fundierte Kritik kann ich sofort unterschreiben. Auch mir ist die fehlende Verbindlichkeit, die nicht ausreichende Klimafinanzierung vom Norden in den Süden, das fehlende Ausstiegsdatum für Öl, Kohle und Gas zu wenig, um nur drei Schwachstellen zu nennen. Uns allen, die sich seit Beginn der internationalen Klimaverhandlungen in den 1990er Jahren auf dem diplomatischen Parkett der Vereinten Nationen bewegen, ist aber auch klar, dass der Pariser Vertrag genau das ist, was im UN-System mit seinen nervenaufreibenden Konsensentscheidungen machbar gewesen ist: nämlich ein klimapolitischer, globaler Minimalkonsens. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

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