Urlaub im Rheinischen Braunkohlerevier

Banner Ende Gelände

 

Vom 14. bis 16. August 2015 heißt es "Ende Gelände" im Rheinischen Braunkohlerevier. In einer Aktion zivilen Ungehorsams werden sich hunderte Menschen den Braunkohlebaggern von RWE in den Weg stellen. Wer nicht mit in die Grube will, für die/den gibt es auch Möglichkeiten des Protests an der Tagebaukante.

Zahlreiche Verbände und NGOs - unter ihnen Attac, der BUND, campact und RobinWood - haben sich mit der Aktion solidarisiert. In der gemeinsamen Erklärung heißt es: "Wir können angesichts der bedrohlichen Klimakatastrophe nachvollziehen, wenn sich jetzt Menschen zum zivilen Ungehorsam gegen den Kohleabbau gezwungen sehen. Wir erklären uns solidarisch mit allen Menschen in ihrem friedlichen Protest gegen die Kohle." 

Auch der Bundestagsabgeordnete Hubertus Zdebel (NRW) wird sich an den Aktionen für den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung beteiligen. Kommt auch Ihr vorbei!

Tagebuch Klimakonferenz Tag 5 Abschluss

Tag 5: Sonnabend, 12. Dezember 2014: Warum Klimagerechtigkeit so wichtig ist

Wir gehen in die Verlängerung. Am Morgen wieder Briefing: Die Industrieländer wollen wie erwartet nicht ins Portemonnaie greifen, dafür aber die Entwicklungsländer bei CO2-Reduktionszielen mehr in die Verantwortung nehmen. Das Beichtverfahren in der Nacht (Tag 4) hat sich verzögert und wurde vom COP-Präsidenten Vidal schließlich abgebrochen. Der dann vorgelegte Entwurf wird von vielen Ländern des Südens als ungerecht empfunden. Und er ist es auch. Seit zehn Uhr dann wird der Entwurf für die so wichtige Abschlusserklärung von Lima in der Vollversammlung wieder neu besprochen. Der Vertreter von Malaysia bringt die Problematik der Klimagerechtigkeit auf den Punkt, wegen der großen Unterschiede zwischen Arm und Reich würden Nord und Süd in „zwei verschiedenen Welten“ leben: „Ihr habt uns kolonisiert, darum sind wir ganz woanders gestartet!“

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Tagebuch Klimakonferenz Tag 4

Tag 4: Freitag, 12. Dezember 2014: Warten auf Quinoa-Eis

Abgeordnete und NGO-Vertreter analysieren den strittigen Lima-Entwurf.Foto: privat

Es ist Freitag, später Abend. Nur noch der harte Kern der Klimagemeinde harrt noch im „Pentagonito“ aus. Auf dem Konferenzgelände ist die Nacht eingekehrt, ein kalter Wind weht vom Pazifik in die Pavillons, die tagsüber warm wie Gewächshäuser sind. Offiziell der letzte Konferenztag, wird eine Entscheidung des Plenums über ein Lima-Abkommen wohl noch bis Sonnabend dauern. Streitpunkte darüber, wie viel Klimagelder die Industrieländer ab wann und wie bereitstellen, und ob auch die Entwicklungsländer einen Beitrag zur Treibhausgas-Reduktion beitragen, konnten nicht überwunden werden (Tag 3). Vielleicht wird das Tauziehen bis Samstagabend dauern. Aber auch eine spontane, schnelle Einigung im Endspurt bleibt noch möglich, Verhandlungen zwischen allen Staaten der Erde haben ihre ganz eigenen Regeln.

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Tagebuch Klimakonferenz Lima - Tag 3

Warten auf das Lima-Momentum
Donnerstag, 11. Dezember 2014: Ein Tag im Zeichen von Yasuní

Gestern habe ich noch eine halbe Stunde nach Mitternacht am Klimakonferenz-Tagebuch geschrieben. In Deutschland ging da schon langsam die Sonne auf, sechs Stunden Zeitverschiebung liegen zwischen Ingolstadt und Lima. Gestern Abend noch ein Treffen mit den Klimazeugen, auf die Beine gestellt von Brot für die Welt, direkt am Pazifikufer, in einem kleinen Lokal. Die kalte Meeresbrise lässt mich für eine Minute vergessen, dass ich in einer Neun-Millionen-Metropole bin. Für mich ist der Austausch mit den Menschen aus aller Welt ein besonderes Highlight. Sie erzählen uns von ihren existenziellen Nöten, Dürren, Hunger, Überschwemmungen und Stürmen. Der Klimawandel wird damit konkret, direkt greifbar und gibt mir Mut, weiter zu machen. Denn immer wieder sind alljährlichen Klimakonferenzen mehr als ernüchternd, was Kraft kostet, sich weiter auf dieser Ebene gegen die Erderwärmung einzusetzen.

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