DIE LINKE. im Bundestag legt Ökolandbau-Positionspapier vor

Die Europäische Union wollte, mit einem im März 2014 vorgelegten Entwurf zur Revision der EU-Ökoverordnung, grundlegende Änderungen für den Ökologischen Landbau und die Ökologische Lebensmittelwirtschaft durchsetzen. Um den Ökolandbau zu stärken, sollte Verbrauchervertrauen zurückgewonnen werden, das insbesondere durch Umsetzungsdefizite im Kontrollsystem in den letzten Jahren verloren zu gehen drohte. Ein Schnellschuss, denn der Entwurf sah neben einzelnen durchaus sinnvollen Verbesserungen vor, die Definition des Ökolandbaus auf den Kopf zu stellen. Das Grundprinzip der Bewertung der ökologischen Landwirtschaft als Prozess einer umweltgerechten Wirtschaftsweise sollte durch festgelegte Grenzwerte in den Produkten ersetzt werden.

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Gute Gründe für einen starken Öko-Landbau

Immer mehr Menschen kaufen immer öfter im Bioladen, direkt im Hofladen oder greifen nach Ökoprodukten aus dem Regal im Supermarkt. In den letzten Jahren stieg die Nachfrage nach Bio-Lebensmittel ständig und kann längst nicht mehr aus heimischer Produktion gedeckt werden, auch nicht bei steigenden Flächen- und Betriebszahlen in der Öko-Landwirtschaft. Gleichzeitig ist auch hier keine heile Welt, denn die Marktwirtschaft frisst auch ihre grünen Kinder. Es gibt Knebelverträge und einige (wenn auch wenige) Betrugsskandale. Probleme mit dem Verbrauchervertrauen haben nun die EU-Kommission auf den Plan gerufen. Mit einer neuerlichen Reform der EU-Öko-Verordnung wollte sie Schwachstellen zu Leibe rücken.

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"CDU zeigt Kleinbauern die Harke"

Interview mit Dr. Tanja Busse, Autorin des Buches "Die Ernähungsdikatur (erschienen im Neuen Deutschland am 25. Februar 2013)

Am Mittwoch haben Sie im Parlamentarischen Beirat für Nachhaltige Entwicklung des Bundestages als Expertin von DIE LINKE über "Nachhaltige Lebensmittelproduktion" debattiert. Vom "Acker bis zum Teller" geschaut: Hat die Landwirtschaft Mensch, Natur und Wirtschaftlichkeit gleichermaßen im Auge?

 

Dr. Tanja Busse: Der Begriff Nachhaltigkeit ist in den letzten Jahren spürbar verwässert. Und droht zur Farce zu werden. Zwar wird immerzu von Nachhaltigkeit geredet, aber keine echte Nachhaltigkeit praktiziert. Dabei steigt die Nachfrage nach Biolebensmitteln in Deutschland. Gleichzeitig aber auch der Import von Biolebensmitteln für den deutschen Markt. Darunter sind auch Waren, die regional angebaut werden könnten. Bio-Kürbiskerne aus China sind natürlich nicht die Krone der Nachhaltigkeit. Was beim Nachhaltigkeitsbegriff zudem immer gerne unter den Tisch fällt sind ökonomische und soziale Belange. Nachhaltigkeit heißt eben nicht nicht nur grün. Das seit Jahrzehnten anhaltende Höfesterben zeigt doch, dass die ökonomisch-soziale Situation vieler Betriebe ausgesprochen nicht-nachhaltig ist. In Ostdeutschland haben nach der Wende viele zehntausende LPG-Beschäftigte ihre Arbeit verloren, viele Dörfer in Ostdeutschland sehen aus wie ausgestorben. Auch hier wäre es sehr wichtig, dass auch kleine Betriebe eine Chance bekämen.

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Bio boomt – Bundesregierung bremst!

Die Biobranche ist weiterhin auf Wachstumskurs. Letztes Jahr hat der Umsatz mit Bioprodukten in Deutschland die 7 Milliarden-Euro-Marke durchbrochen. Wir haben aber die groteske Situation, dass im Bereich der Biorohstoffe und -produkte die Nachfrage in Deutschland deutlich größer als die eigene Produktion ist. Obwohl der Bedarf nicht aus der deutschen und europäischen Produktion gedeckt werden kann, verfolgen gleichzeitig die schwarz-gelbe Bundesregierung und bestimmte Agrarverbände immer noch den Irrweg der Exportorientierung auf den Weltmarkt und der möglichst billigen Massenproduktion von konventionellen Lebensmitteln.

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