Unkrautkiller Glyphosat im Tampon?

73 Prozent der Menschen in Deutschland fordern ein Verbot des umstrittenen Unkrautvernichtungsmittels Glyphosat. Unter den LINKEN-Wähler_innen sind es sogar rekordverdächtige 89 Prozent. Dies ergab eine TNS Emnid-Umfrage im Auftrag von Campact. 65 Prozent verlangen darüber hinaus, dass bei der Risikobewertung von Unkrautvernichtungsmitteln nur veröffentlichte Studien unabhängiger Wissenschaftler_innen verwendet werden (Linken-Wähler: 81 Prozent).

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Glyphosat: Wenn Unkrautkiller nicht nur Unkraut killen

„Wahrscheinlich krebserregend“. Das ist das vernichtende Urteil der Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation (IARC) über den Pestizid-Wirkstoff Glyphosat. Dabei handelt es sich um ein so genanntes Totalherbizid, das beispielsweise in Monsanto´s RoundUp enthalten ist. Alle Pflanzen, die mit ihm in Berührung kommen und nicht gentechnisch resistent gegen Glyphosat gemacht wurden, sterben ab.

Viele Jahre galt Glyphosat als verhältnismäßig umweltfreundlich. Die deutschen Behörden, vorneweg das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), sehen das im Gegensatz zur IARC noch heute so. Deutschland ist der berichterstattende Mitgliedsstaat, der im Wiederzulassungsprozess von Glyphosat für die Risikobewertung zuständig ist. Es muss die Frage beantwortet werden, ob das Gift weitere zehn Jahre eingesetzt werden darf oder nicht. Die Empfehlung des BfR: weitere Nutzung unbedenklich! Nach Sichtung von 1.000 Beiträgen empfahl es sogar die täglich duldbare Aufnahmemenge von 0,3 mg/kg auf 0,5 mg/kg zu erhöhen.

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Pflanzenschutzmittel Glyphosat weiter beschränken

Für den Parlamentarischen Staatssekretär Peter Bleser (Union) vom Bundesagrarministerium ist die Welt in Ordnung. Auch wenn Krebs-Spezialisten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Pflanzenschutzmittel-Wirkstoff Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufen, muss das ja nicht stimmen. Und selbst wenn eine Koalitions-Abgeordnete von der SPD meint, er wäre „hochgiftig und gefährlich“, heißt das für ihn noch lange nichts. Der beamtete Staatssekretär Kloos setzte der Verharmlosung noch eins drauf. Er behauptete, die WHO-Experten hätten Kaffee und Glyphosat derselben Bewertungskategorie zugeordnet – was nicht stimmt.

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Bundestag streitet über Unkrautvernichter „Glyphosat“

(c) Franz Haindl PIXELIO www.pixelio.deDas Unkrautvernichtungsmittel Roundup Ready (RR) aus dem Hause Monsanto ist der weltweite Verkaufsschlager Nummer 1. Monsanto, Hersteller des berüchtigten Entlaubungsmittels „Agent Orange“ aus dem Vietnamkrieg, verdient sich mit RR eine goldene Nase, denn für RR wurden extra Pflanzen entwickelt, die gegen das Spritzmittel resistent sind. Mit Hilfe der Agro-Gentechnik wurden die Pflanzen so verändert, dass ihnen die Chemiedusche mit dem glyphosathaltigen RR nichts ausmacht. Alle anderen Pflanzen (für die einen sind es Unkräuter, für die anderen Beikräuter) haben das nachsehen und sterben.

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