Katja Kipping über ökologische Gerechtigkeit

In Vorbereitung der Konferenz zum sozial-ökologischen Umbau am 27. und 28. Januar 2017 in Essen (Zeche Zollverein) erläutert die Parteivorsitzende der LINKEN, warum ökologische und soziale Gerechtigkeit zusammen gehören.

 

Fünf Fragen an Christoph Bautz

Christoph Bautz kl1.  Warum ist die ökologische auch immer eine soziale bzw. Gerechtigkeits-Frage?

Linke Bewegungen kranken immer wieder daran, Themen viel zu verinselt zu denken. Ökologische und soziale Fragen müssen eng verschränkt beantwortet werden. Schon vor gut 15 Jahren scheiterte Rot-Grün daran bei der Ökosteuer-Reform. Die Mehrbelastungen für sozial Benachteiligte in der Gesellschaft wurden nicht ausgeglichen. Das untergräbt die Akzeptanz für lenkende Ansätze, mit denen die wahren ökologischen Folgekosten von Produkten oder Dienstleistungen für den Konsumenten eingepreist werden.

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Fünf Fragen an Ralf Krämer

Ralf Kraemer kl1.  Warum ist die ökologische auch immer eine soziale bzw. Gerechtigkeits-Frage?

Öko ist oft teurer und man muss es sich leisten können. Andererseits belasten Reiche trotz mehr Öko-Konsum die Umwelt weit stärker als Arme. Ökologie durch Ausschluss der Vielen, sodass Wenige weiter konsumieren können ist, nicht akzeptabel.

2.  Welche Strukturen müssen sich verändern, damit ökologische Lebensweisen für alle möglich werden?

Mehr Gleichheit und soziale Sicherheit, weniger Konkurrenz und Stress würden es jedenfalls sehr erleichtern. Zugleich müssen die Möglichkeiten stark beschränkt werden, mit ökologisch schädlichen Produkten und Prozessen Profit zu machen.

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