Neue Broschüre: Zukunftsgerechte Landwirtschaft in Deutschland

regional, sozial und ökologisch - neue Broschüre von Detlef Bimboes, Götz Brandt, Johanna Scheringer-Wright

Die  Machtkonzentration und Verflechtung der Chemie-, Agrar- und Biotechnologiekonzerne mit den Lebensmittelkonzernen und Handelsketten und der  Finanzwirtschaft hat dazu geführt, dass in Deutschland die regionalen und lokalen Produktions- und Absatzkreisläufe immer stärker aufgebrochen wurden. Zugleich hat sich die Abhängigkeit der Nationalstaaten von der international organisierten Versorgung immens vergrößert. Ein Weiter so wie bisher – Landwirtschaft mit hohem Input an Chemikalien und  Pestiziden, Maschineneinsatz und Mineraldüngergaben auf Monokulturen und einer nicht  mehr  zuträglichen Steigerung und Konzentration der Tierproduktion führt zu einer wachsenden Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. 

Mit dem Weltagrarbericht 2008 (IAASTD 2009), der von über 400 Wissenschaftlern im Auftrag der UN erarbeitet und von der FAO bewusst ignoriert worden ist, wird eine  radikale Wende in der globalen Landwirtschafts- und Ernährungspolitik gefordert: Weg von der Fortsetzung einer auf Agrochemikalien basierenden Steigerung der Hektarerträge von Monokulturen, hin zu einer Unterstützung der Bauernbetriebe der Länder des Südens und zu einem schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Der Weltagrarbericht räumt auch mit den Vorurteilen gegenüber einer biologischen Landwirtschaft auf.

Die Agrarproduktion muss umweltgerechter und eine Balance zwischen einer auf  dem Weltmarkt konkurrenzfähigen Arbeitsproduktivität und einer umweltschonenden hohen Flächenproduktivität hergestellt werden. Dabei geht es im Kern darum, wie die lokal und regional unterschiedlich produktiven Naturpotenziale optimal ausgeschöpft, energie- und ressourcenschonend bewirtschaftet und mit möglichst vielen Arbeitsplätzen und Lebensqualität in Stadt und Land verknüpft werden.

In der vorliegenden Broschüre untersuchen die Autoren für Deutschland, ob dafür auch bei uns entsprechende Voraussetzungen vorliegen, ob eine umweltgerechte  Tier- und Pflanzenproduktion bei weitgehend eigener dezentraler Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Energieträgern bei reduzierten Importen  und Exporten  im Agrarbereich möglich und notwendig ist. Der Standpunkt der Autoren ist Ausgangspunkt für eine politische Diskussion in der LINKEN.

Die Broschüre können Sie hier downloaden.

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