Griechenland leidet Not - und Fraport will Gewinn daraus schlagen

 "Im Eiltempo wird die Ausplünderung Griechenlands festgezurrt. Noch vor der Abstimmung im Bundestag über den Vertrag zu einschneidenden Maßnahmen musste die griechische Regierung dem Verkauf von 14 profitablen griechischen Flughäfen an die deutsche Fraport zustimmen - die Regionalflughäfen mit Zuschussbedarf muss sie behalten", so Sabine Leidig mit Blick auf aktuelle Meldungen, denen zufolge die griechische Regierung einer Veräußerung von 14 profitablen griechischen Flughäfen an Fraport zugestimmt habe - offenbar als Bedingung vor der Behandlung des Erpressungsdiktats im Bundestag.

"NGO-Luftverkehrskonzept" erschienen

Cover des NGO-LuftverkehrskonzeptesBis zum Frühjahr 2016 soll vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) das neue Luftverkehrskonzept vorgelegt werden – erstmals unter Beteiligung von Umwelt- und Lärmschutz­verbänden. Jedoch zielen schon die Grundlagen des Konzeptes darauf ab, den "Luftverkehrsstandort Deutschland" zu fördern, sprich: das Wachstum im Luftverkehr weiter voranzutreiben. Die Klimaschutz­ziele und die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung werden hingegen vernachlässigt.

Eine breite Allianz von NGOs hat, unter Federführung des  BUND, daher ihr eigenes Luftverkehrskonzept auf Grundlage eigener Datenauswertungen erarbeitet. Eindrucksvolle Grafiken und Tabellen zeigen, dass es in Deutschland – entgegen der Meinung der Luftverkehrslobby – keine Infrastrukturengpässe sondern massive Flughafenüberkapazitäten gibt. Nirgendwo in Deutschland werden neue Start und Landebahnen gebraucht. Sprich: Kooperation und Verkehrsverlagerung sind das Gebot der Stunde!

>> weiter auf den Seiten des BUND "Das "NGO-Luftverkehrskonzept" fordert verpflichtende Klimaabgaben"

Sabine Leidig und Herbert Behrens bei der Bürgerinitiative Friedrichshagen

130225 friedrichshagen gg fluglrm 05-200dpiFrankfurt und Berlin-Brandenburg sind derzeit die Epizentren des bundesweiten Fluglärmprotests. Was in Frankfurt und Umgebung bereits heute Realität ist, wird die Region Berlin-Brandenburg mit Inbetriebnahme des BER über Nacht mit voller Wucht treffen: die massive Verlärmung großer, dicht besiedelter Gebiete.

Auf Einladung der verkehrspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Sabine Leidig, haben am 25. Februar Vertreter der rund 80 Bürgerinitiativen aus dem Raum Frankfurt den Weg nach Berlin gefunden, um die wöchentliche Montagsdemo in Berlin-Friedrichshagen zu unterstützen. Die Friedrichshagener Bürgerinitiative (FBI) setzt sich seit Jahren vehement gegen die geänderten Flugrouten am geplanten Flughafen BER ein.

Nachtruhe am BER rückt näher!

Im Dezember letzten Jahres war im Land Brandenburg erstmals ein Volksbegehren erfolgreich - mehr als hunderttausend Bürgerinnen und Bürger sprachen sich für ein Nachtflugverbot zwischen 22.00 und 06.00 Uhr am Flughafen BER aus. Heute hat die Landesregierung beschlossen, dieses Begehren anzunehmen und Abstimmungsgespräche mit den anderen Gesellschaftern – dem Land Berlin und dem Bund – zu führen. Dazu erklärt Herbert Behrens, Verkehrspolitiker der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag:

„Die heutige Ankündigung ist ein großer Erfolg für die Initiatoren und Unterstützer des Volksbegehrens. Mein Glückwunsch gilt all denen, die im letzten Jahr unermüdlich daran gearbeitet haben, die notwendige Zahl an Unterschriften zu sammeln.“