Rechenfehler bei Strahlenmessungen in Gorleben entlarvt: Castor-Transport muss gestoppt werden

X-Banner250_156Das niedersächische Umweltministerium hat nach Ansicht von Greenpeace erhebliche Fehler bei der Berechnung der Strahlung am Atommüll-Zwischenlager Gorleben gemacht. Eine aktuelle Analyse der Organisation kommt zu dem Ergebnis, dass der zuverlässige Jahresgrenzwert von 0,3 Millisievert am Zwischenlager bis Jahresende überschritten werden kann.

"Die Greenpeace-Messungen sind ein weiteres Argument dafür, den anstehenden Castortransport nach Gorleben im November abzusagen. David McAllister muss sich gegen den Transport aussprechen - als niedersächsischer Ministerpräsident hat der die Angst der Wendländerinnen und Wendländer ernstzunehmen und in Berlin für ihre Belange zu kämpfen.", kommentiert Kurt Herzog, der umweltpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im niedersächsischen Landtag die von Greenpeace entlarvten Rechenfehler. Herzog weiter:

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Kein Einlass für Bundestagsabgeordnete in CASTOR-Halle

Castor-Lager_Gorleben-VossWegen der erhöhten Strahlenwerte wollte ursprünglich der Umweltausschuss des Bundestages dem CASTOR-Lager in Gorleben einen Besuch abstatten. Die Koalitionsfraktionen lehnten aber eine "offizielle" Ausschussreise ab. Die Abgeordneten der Opposition, von SPD, LINKE und Grünen, wollten sich die Gelegenheit aber nicht nehmen lassen, sich selber ein Bild von den Verhältnissen vor Ort zu machen.

Die ebenfalls hinzu gebetenen Institutionen - Bundesumweltministerium (BMU), das niedersächsische Umweltministerium (NMU) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sowie die Gesellschaft für Nuklearservice (GNS) als Betreiber, sagten bis auf BMU und GNS ab. Trotzdem ließen sich die Abgeordneten nicht von ihrem Plan abbringen. Allerdings ahnten sie nicht, dass der Hausherr der Brennelemente Lagergesellschaft (BLG; GNS-Tocherfirma), Herr Ölschläger, ihnen den Zutritt zur CASTOR-Halle verweigern würde. Weil die Abgeordneten nicht die Anmeldefrist von 14 Tagen eingehalten hätten, sei keine Sicherheitsüberprüfung möglich gewesen, so wie es für alle anderen Besuchergruppen auch vorgeschrieben sei.

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Abgeordneten wird Zugang zu Castor-Lager in Gorleben verweigert

X-Banner250_156Abgeordnete der Oppositionsfraktionen haben sich heute vor Ort in Gorleben über die erhöhten Strahlenwerte am dortigen Zwischenlager informiert. Der Besuch war mit dem Betreiber des Zwischenlagers GNS und dem Bundesumweltministerium abgesprochen. Trotzdem wurde den Bundestagsabgeordneten Johanna Voß (DIE LINKE) aus dem Wendland, Dorothea Steiner & Sylvia Kotting-Uhl (beide Bündnis 90/Die Grünen) und Matthias Miersch (SPD) sowie den Landtagsabgeordneten Kurt Herzog (DIE LINKE) und Brigitte Somfleth (SPD) der Zugang zu wesentlichen Bereichen des Zwischenlagers Gorleben verweigert. Die Lagerhalle der Castor-Behälter durfte nicht betreten werden, obwohl nur dort wichtige Fragen zu Strahlenbelastung und Anordnung der Transportbehälter hätten geklärt werden können. Die Betreiber-Gesellschaft GNS erklärte vor Ort, dass die Abgeordneten auf Grund der kurzfristigen Ansetzung nicht der für den Zugang normalerweise notwendigen Sicherheitsüberprüfung hätten unterzogen werden können. Das ist offensichtlich vorgeschoben: Abgeordnete werden regelmäßig Sicherheitsprüfungen ausgesetzt.

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Umweltausschuss: AufpASSEn !

DSCF6728Der Umweltausschuss des Deutschen Bundestages informierte sich in einer auswärtigen Sitzung über die Zustände der Schachtanlage ASSE:

Bereits am Bahnhof in Braunschweig wurde die etwa zwanzigköpfige Gruppe des Umweltausschusses am 26. September unter Leitung ihrer Vorsitzenden Eva Bulling-Schröter von Atomkraftgegnern der AG Schacht Konrad und der ASSE empfangen. Am 25 km entfernten Schacht des Salzbergwerkes ASSE II bekamen alle Abgeordnete von den ASSE-Initiativen eine Wundertüte mit den wichtigsten Fragen und Argumenten zum gescheiterten Atommüllbergwerk. Heike Wiegel und Udo Dettmann betonten auch in einer Ansprache ihre hohen Erwartungen an Umweltausschuss und Bundestag. Besonders ärgert die Bürgerinitiativen, dass eine umfassende Aufklärung des Atommüllskandals sowohl im niedersächsischen ASSE-Untersuchungsausschuss, als auch für die Anwohner der ASSE, vom Bundeskanzleramt behindert wird.

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