Mehr öffentliche Veterinäre braucht das Land

415 Landkreise und kreisfreie Städte gibt es in Deutschland mit insgesamt 431 unteren Veterinärbehörden. Hier findet sich die Zuständigkeit für die Lebensmittelkontrolle und Tierseuchenbekämpfung vor Ort.

In vielen Landkreisen, so auch in meinem Brandenburger Wahlkreis, ist seit Jahren eine personelle Ausdünnung im öffentlichen Veterinärdienst zu beobachten, die Besorgnis erregt. Trotz Erhöhung der Zahl der anzeigepflichtigen Tierseuchen wurden die Struktur und die mit den Untersuchungen befassten Stellen ausgedünnt. Der Personalbestand in den Veterinärämtern hat sich in den letzten zehn Jahren reduziert, in einzelnen Fällen sogar bis um die Hälfte.  In anderen Fällen wurden Planstellen  umgewandelt in kurzfristig besetzte  und  an spezielle Aufgaben gebundene Mittelstellen.  Und diese politischen Entscheidungen haben Folgen.

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"Bienenschutz findet immer noch zu wenig Beachtung."

 1. Ist ein weitreichendes Verbot von Pflanzenschutzmitteln zum Schutz der Bienen sinnvoll?Bienen am Abflugbrett

Tackmann: Pflanzenschutzmittel sind zur Regulierung von Pflanzenschädlingen vor allem in der konventionellen Landwirtschaft, aber auch im Ökolandbau nötig. Wichtig ist aber, dass ihr Einsatz konsequent auf das wirklich Nötige reduziert wird und dass sie weniger umweltschädlich, vor allem weniger schädlich für Insekten werden. Außerdem muss Vorbeugung deutlich mehr Gewicht bekommen, zum Beispiel durch risikoarme Anbaukonzepte. Unser Leitbild ist die Ökologisierung der gesamten Landwirtschaft. Bienenschutz findet immer noch zu wenig Beachtung. Hier sind strengere Kriterien für Wirkung und Ausbringung anzuwenden und effektiv zu kontrollieren.

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Landwirtschaft muss (und kann) aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten!

Am Montag fand im Bundestag eine seltene Veranstaltung statt: Die Ausschüsse für „Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit“ und „Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz“ luden – initiiert von der LINKEN - gemeinsam zu einer Anhörung „Landwirtschaft und Klimaschutz“ ein. Unsere Befürchtung, dass auf die komplizierten Fragen zur Land- und Forstwirtschaft als Geschädigte und gleichzeitig Mitverursacherin des Klimawandels allzu einfach und populistisch Antworten gegeben werden könnten, erwiesen sich als unbegründet.

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Was uns der Genossenschaftsgedanke heute sagen könnte

In einem historischen Jahr 2010 wäre ein wichtiger Jahrestag fast untergegangen: der 25. April vor 50 Jahren, also 1960. An diesem Tag erfolgte der Beschluss der DDR-Volkskammer über die Vereinigung aller Bauern in Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPG). Er setzte den Schlusspunkt unter eine „Sozialistischer Frühling“ genannte politische Kampagne. Stand vorher das Werben um den Eintritt in die LPG im Vordergrund, wurde von Januar bis April 1960 erheblicher Druck ausgeübt, um die Vollgenossenschaftlichkeit vorfristig zu erreichen, die erst für die Mitte der 1960er Jahre geplant war. Dabei ging es ursprünglich um die dringend notwendige Steigerung der Leistung und der Effizienz der Landwirtschaft zur Verbesserung der Versorgung der Bevölkerung. Dazu waren mehr Zusammenarbeit und die Überwindung der (oft erst durch die Bodenreform entstandenen) kleinbäuerlichen Agrarstruktur notwendig.

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