"Die Natur als Beute - der Mensch als Beute"

Natur als BeuteRede von Kirsten Tackmann auf der Konferenz der Rosa Luxemburg Stiftung: "Natur als Beute"

Man kann das Thema Agro-Gentechnik aus ganz verschiedenen Blickwinkeln diskutieren.

Ich möchte das in meinem heutigen Vortrag vor allem aus einer linken, kapitalismus- und globalisierungskritischen Perspektive tun, die schon jetzt reale Auswirkungen und zukünftige Risiken jenseits einer reinen wissenschaftlichen Debatte schärfer benennt.

Denn es geht um eine zutiefst politische Auseinandersetzung, wenn wir den weltweiten Durchmarsch stoppen wollen.

Der Agrarausschuss des Bundestags war im Oktober 2006 in Rumänien. Hauptthema der Reise war der EU-Beitritt dieses Landes, der in wenigen Wochen stattfinden würde.

Wir sprachen mit Landwirten, dem Bauernverband, mit dem Landwirtschaftsminister und Parlamentariern über die aktuelle Situation in der rumänischen Landwirtschaft und die Erwartungen an die EU-Mitgliedschaft.

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GVO im Streichelzoo

Im sachsen-anhaltinischen Üplingen gibt es seit Juli dieses Jahr einen Schaugarten, in dem in erster Linie gentechnisch veränderte Pflanzen gezeigt werden sollen. Ein Besuch. Üplingen im September. In spätherbstlicher Sonne wiegen sich die Pflanzen im Wind. Hier wirken sie ganz friedlich, andernorts stiften sie Unfrieden. Über gentechnisch veränderte Pflanzen (GVP) wird viel gestritten. „Das sind oftmals rein theoretische Debatten. Wir kommen nur weiter, wenn wir den Leuten zeigen, worum es dabei geht“, erläutert Dr. Uwe Schrader seinen Besuchern. Er ist ehrenamtlicher Vorsitzender von Innoplanta e.V. und agrarpolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt. Begeistert steht er in seinem Schaugarten vor großen Maispflanzen und erläutert die Geschichte der Pflanzenzüchtung.

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Mit dem Essen spielt man nicht! – Eine kritische Bewertung der Agro-Gentechnik.

Über die Agro-Gentechnik wird kontrovers diskutiert. Die internationale Pharma- und Agrarbusiness-Branche lobpreist sie als Lösung nahezu aller Menschheitsprobleme: Das Welthungerproblem würde gelöst, aus Biomasse könnte mehr Energie gewonnen werden und Halbwüsten würden fruchtbares Ackerland. Weniger Pestizide müssten eingesetzt werden, die Lebensmittel würden gesünder. Bei solchen Heilsversprechen aus Konzernetagen wird man als Linke misstrauisch und in der Tat: die Realität sieht anders aus. Die Agro-Gentechnik bringt den Saatgutmulties Rekordgewinne auf Kosten der gentechnikfrei produzierenden Landwirtschaft und Imkerei. Dafür nehmen sie ökologische und gesundheitliche Risiken in Kauf:

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Wir brauchen faire Milchpreise!

In Europa ist der Erzeugerpreis für Milch - abgesehen von einem kurzen Zwischenhoch 2007 - seit Jahren nicht kostendeckend. Bei aktuell 20 cent / Liter stehen viele einheimische Milchviehbetrieben längst mit dem Rücken zur Wand. Nach Monaten mit hohen Verlusten haben manche bereits aufgegeben. Eine Abwrackprämie für Kühe wurde nun vorgeschlagen. Sie wäre aber keine Lösung, sondern eine Sterbehilfe für die Betriebe. Pro Jahr geben 5% auf. Sinnvoll wäre, wenn mit der Kuh auch die Milchquote (erlaubte Milchproduktionsmenge) staatlich aufgekauft würde. Die Discounter mit ihren Dumpingpreisen und die Molkereien verdienen mit der Milch viel Geld. Im Gegensatz dazu können viele Milchbäuerinnen und Milchbauern ihre Kosten nicht decken. Schuld ist eine verfehlte Politik. In Deutschland gibt es nur noch wenige Lebensmittelketten und Molkereien. Diese wenigen haben eine erpresserische Marktmacht gegenüber den vielen Milcherzeugerinnen und Milcherzeugern. Hinzu kommt, dass zu viel Milch produziert und diese zu wenig veredelt (z.B. zu Käse oder Joghurt) wird.

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