Ernährungswende: Was passiert nach der Bundestagswahl?

Dr. Kirsten Tackmann, Foto: BÖLWBÖLW befragt Parteienvertreter zu wichtigen Ernährungsthemen –
Großes Interesse an BÖLW-Themenabend zur Bundestagswahl 2013

Knapp drei Wochen vor der Bundestagswahl befragte der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) gemeinsam mit den Verbandschefs von BUND und Welthungerhilfe die Vertreter_innen von SPD, FDP, DIE LINKE und Bündnis`90/Die Grünen zu ihren Positionen zur Ernährungswende.[1] „An entscheidenden Punkten in der Debatte zu den Kernbereichen der Ernährungswende „Recht auf Nahrung“, „Kreislaufwirtschaft“ und „Ökolandbau“ wurde deutlich, dass ein Umsteuern hin zu einer nachhaltigen Ernährung nicht mit allen Parteien gleich gut gelingen wird“, fasst der Vorsitzende des BÖLW, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, zusammen. 

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Tackmann trifft Landfrauen

im Termingedränge einer Sitzungswoche des Bundestags war das gemeinsame Mittagessen der LINKEN MdB Kirsten Tackmann und Cornelia Möhring mit Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen Landfrauenverbands und Carolin Dangel-Vornbäumen, Referentin für Bildung, Agrarpolitik und Hauswirtschaft ein angenehmer Rahmen für ein politisches Gespräch zu aktuellen Themen.

Zum Beispiel über den Antrag der LINKEN zur Schulspeisung, der eine gute thematische Verbindung zur bundesweiten Kampagne der Landfrauen für ein Schulfach „Alltags- und Lebensökonomie“ hat. Die Landfrauen zeigten großes Interesse an den Vorschlägen der LINKEN für ein bundesfinanziertes, gesundes Schulessen. Nicht überraschend waren Nachfragen zur vorgeschlagenen Kostenfreiheit, aber bei der Ablehnung einer Bedürftigkeitsprüfung bei Kindern gab es vollkommene Einigkeit.

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»Es ist deine Stadt - grab sie um!«

Urban Gardening in Leipzig, Foto: Jens-Eberhard JahnDie alte und die neue Gartenbewegung in Großstädten

In New York, Barcelona, Berlin und anderen Metropolen entstehen seit einigen Jahren städtische Gemeinschaftsgärten. Dieses sogenannte »Urban Gardening« ist längst auch in Leipzig angekommen. Innerstädtische Brachen gibt es hier genug. Und Leipzig ist die Keimzelle des deutschen Kleingartenwesens.

Leipziger Osten. Hier sind die Mieten billig. Auf Spielplätzen wird kistenweise Bier getrunken. Die Gentrifizierung hat diese Gegend noch nicht erreicht. Am S-Bahnhof Anger-Crottendorf steht die Ruine einer Druckmaschinenfabrik. Karl Krause, der Ende des 19. Jahrhunderts die Fabrik gründete, richtete unweit der Produktionsstätte Kleingärten für die Arbeiter ein. Diese Kolonien gibt es immer noch, sie heißen »Grüne Aue«, »Rosenaue«, »Kultur«. Im Kleingärtnerverein Kultur werden zur Vogelbrutzeit Birken gefällt. Laut Kleingartenrecht dürfen Wald- und Parkbäume auf den Parzellen nicht stehen. Andererseits sind Rodungen laut Naturschutzgesetz in der Zeit vom 1. März bis 30. September verboten. Ein Pächter sagt, dass der Vorstand des Kleingärtnervereins ihn zum Fällen der Birke genötigt habe. »Wir sind kulant, was die Einhaltung der Gesetze betrifft. Hauptsache, es sieht ordentlich aus«, erklärt ein Vorstandsmitglied. Der Kleingartenverein als rechtsfreie Diktatur des schlechten Geschmacks?

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Bundesrechnungshof kritisiert Lebensmittel-Krisenmanagement

Kontrolle ist gut, Nachkontrolle besser...

Das Jahr 2011 begann mit zwei agrarpolitischen Paukenschlägen: Dioxin und EHEC. Mehrere dutzend Menschen starben, Tausende erkrankten. Höfe wurden geschlossen, Lebensmittel vernichtet. Fieberhaft wurde nach den Ursachen gesucht. Lebensmittelkontrolle und Krisenmanagement standen am Pranger. Bundesagrarministerin Aigner bat den Bundesrechnungshof um einen umfassenden Bericht. Dieser liegt seit dem 22. November vor. Er analysiert den Zustand des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Deutschland. Die Kritik am Krisenmanagement der Bundesregierung ist schwerwiegend. Daher beantragte die Linksfraktion für die Agrarausschusssitzung am 30. November einen Bericht der Bundesregierung.

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