Das Buch von Sabine Leidig mit vielen weiteren Beiträgen politischer Weggefährt*innen erklärt das Geschehen auf der verkehrspolitischen Bühne. Es versammelt konkrete Erfahrungen und große Zusammenhänge, theoretische Überlegungen und praktisches Wissen, Kritik an den herrschenden Verkehrsverhältnissen und Ideen, die über dieses System hinausreichen. Und viele Initiativen, die Mut machen.
Das Buch hat 240 Seiten, kostet 20,- und kann über das Büro von Sabine Leidig (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, 030-227-73769), aber auch über den Buchhandel bestellt werden. Weitere Infos hier.
Mobilität, die als Teil der Daseinsfürsorge begriffen werden muss, stellt die Voraussetzung für die Teilhabe aller Menschen an allen Lebensbereichen dar. Mobilität muss sich dabei an den Kriterien ausrichten, wie sozial und ökologisch sie gestaltet wird, wovon wir mit der einseitigen Fokussierung auf das Auto meilenweit entfernt sind. Das gilt insbesondere für das flache Land, wo die Menschen selbst bei einer vorhandenen Bereitschaft, vom Auto auf den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) umzusteigen, oft genug an schlecht ausgebauten bzw. getakteten Verbindungen scheitern. Zunächst einige Anmerkungen zur aktuellen Klimapolitik, zum Beschluss des Verfassungsgerichts zum Klimaschutzgesetz und zum Autoverkehr, dann schwerpunktmäßig dazu, wie Mobilität auch auf dem Land zukünftig stattfinden sollte, ja sogar muss.
+++ Aufruf zur Beteiligung an den dezentralen Aktionstagen am 5./6. Juni 2021 +++
Der Verkehrssektor gehört zu den größten Klimakillern in Deutschland. Wir fordern deshalb eine konsequente sozial-ökologische Mobilitätswende, die sofort eingeleitet werden muss!
Die Mobilitätswende muss es ermöglichen, die Wege des Alltags weitgehend ohne Auto zu bewältigen. Dazu ist der motorisierte Individualverkehr zurückzudrängen und der Umweltverbund (1) massiv auszubauen. Außerdem sind Alternativen zum Auto für den ländlichen Raum zu schaffen. Die Weichenstellung muss JETZT erfolgen. Heute noch Autobahnen und Bundesstraßen neu zu bauen ist aus ökologischer und sozialer Sicht nicht mehr zu akzeptieren.
Die Krise in der Maritimen Wirtschaft macht eine soziale und ökologische Neuausrichtung der Branche unausweichlich. Nur wenn konsequent auf umwelt- und klimaschonende Zukunftstechnologien gesetzt wird und die Beschäftigungsbedingungen deutlich verbessert werden, hat der Schifffahrtsstandort Deutschland eine Zukunft.
Rede von Jörg Cezanne am 6. Mai 2021
Herr Präsident! Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Erhalt und Stärkung der maritimen Wirtschaft ist wichtig und notwendig für Deutschland, für die Beschäftigten in der Industrie und in der Schifffahrt. Dazu bedarf es aber einer strategischen, einer zukunftsorientierten Industriepolitik, die am besten auch europaweit koordiniert werden sollte. Die ist in der Fülle der unterschiedlichen Maßnahmen, Subventionen, Förderprojekte und internationalen Abkommen weder bei der Bundesregierung noch in dem maritimen Antrag der Koalition zu entdecken.