Kein Handel mit wilden Tieren

Auch in Deutschland wird es immer beliebter, die eigenen vier Wände mit wilden Tieren aus fernen Ländern zu schmücken. Die Zahl der Importe sogenannter „Exoten“ spricht eine deutliche Sprache. So werden laut Statistischem Bundesamt derzeit zwischen 440.000 und 840.000 lebende Reptilien pro Jahr importiert. 

Die Hauptbedrohung ist für viele Tierarten die Zerstörung ihres Lebensraums. Jedoch schwächt das Einfangen von Wildtieren für den Handel, auch Naturentnahmen genannt, zusätzlich die Bestände. Überdies können durch das mögliche Einschleppen von Krankheitserregern auch gesundheitliche Risiken für Menschen entstehen. Manche Tiere sind zudem ausschließlich auf spezielles Futter angewiesen, und andere werden viel größer und älter, als beim Kauf gedacht. So kann es zu ganz unterschiedlichen Problemen kommen, mit denen ein Privathaushalt überfordert ist und der exotische Traum schnell zum Albtraum wird. Es geht also nicht nur um den Schutz der Artenvielfalt und den Tierschutz, die beide keine besonders starke Lobby haben. Nein, es geht ebenso um den Schutz von Menschen vor möglichen gesundheitlichen Risiken durch ihre exotischen Haustiere. 

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Die Flut aus Prignitzer Perspektive

Man kann den Klimawandel leugnen. Aber wenn extremes Wetter immer kürzer aufeinander folgen und genau das zu den vorhergesagten Folgen der Erderwärmung gehört, ist das bizarr. In Hochwasserrisikogebieten wie der Prignitz und dem Havelland ist man pragmatisch und weiß zu deuten, dass seit dem Jahrhundert- oder gar Jahrtausendhochwasser an der Elbe 2002 schon die vierte Flut drohte und die Pegelstände erneut historische Rekorde brechen. 

Haben wir in Brandenburg nichts dazugelernt? Doch! Sonst wäre aus der Krise längst eine Katastrophe geworden. Nur vier Beispiele. 

  1. Durch eine der europaweit größten Deichrückverlegungen in Lenzen hat der „Böse Ort“ seinen Schrecken verloren und wurde 2013 nicht mal erwähnt. 
  2. Die Entscheidung, Deichneubau und -sanierung auf ein erhöhtes Sicherheitsniveau von 8.45 m auszurichten, erweist sich schneller als richtig, als gedacht. Das ist zwar teurer, aber gut angelegtes Geld. 
  3. Mit der gezielten Flutung der Havelpolder – so bitter sie für die Betroffenen ist - wurde der gefährliche Pegelanstieg auf 8.10 m bei 7.85 m gekappt. 
  4. Die Organisation der Flutabwehrmaßnahmen klappte nahezu reibungslos und die freiwillige Hilfe war überwältigend. 

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Sintflut fällt nicht vom (politischen) Himmel

Die Sintflut gehört zu den sieben Geißeln der Menschheit. Die Urangst vor zerstörerischen Wassermassen steht auch hinter der Legende um die Arche Noah. Der Mensch hat ein ambivalentes Verhältnis zum natürlichen Nass. Einerseits ist es existenzielle Lebensgrundlage und Pläne zu Privatisierung dieser Lebensquelle treffen auf massiven gesellschaftlichen Widerstand. Andererseits kann Wasser lebensgefährlich sein. Nicht nur für Nichtschwimmer.

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Bilanzbroschüre: 20 Jahre LAG Umwelt Brandenburg

Die Landesarbeitsgemeinschaft Umwelt (LAG Umwelt) der Brandenburger LINKEN hat Bilanz gezogen. Seit zwanzig Jahren ist sie aktiv. Grund genug, das Erreichte aufzuschreiben und in Form einer Broschüre zu veröffentlichen. "Mit heißen Herzen und klarem Verstand" ist die Chronik betitelt. Sie erzählt die Geschichte von den frühen 90er Jahren, fasst Umweltkonferenzen und Ökostandpunkte der märkischen Ökosozialist_innen zusammen und beschäftigt sich auch mit den umweltpolitischen Fragen der vergangenen Jahre. Die Broschüre ist in der Landesgeschäftsstelle in Potsdam erhältlich. Oder hier.

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