Rechtsextremismus in der Umwelt- und Naturschutzbewegung

stueber sabine_portraet_1Rechtsextreme kommen kaum noch glatzköpfig und in Springerstiefeln daher. Sie sind unterdessen in verschiedensten Gruppierungen und Parteien gut organisiert und bauen sich, nicht ohne Erfolg, vor Ort ein „Kümmerer-Image“ auf. Dabei nutzen sie modernste Kommunikationsmittel und verbreiten so in Kommentaren und mit Forderungen ihre Sichtweise auf gesellschaftlich relevante Themen, zu denen auch der Umwelt- und Naturschutz gehört. Neben Informationsbroschüren, Beiträgen in Printmedien, Flyern bis hin zu Angeboten für naturkundliche Wanderungen nutzen sie auch Internet/Facebook und andere soziale Netzwerke. Vom Artenschutz, Naturerlebnis und Heimatthemen über Ökologischer Landbau, gesunde Ernährung bis hin zur Energiewende bietet der Umwelt- und Naturschutz ein weites Feld, auf dem sich jeder engagieren kann, auch Rechtsextreme.

Nach Meinung des Leipziger Historikers Nils Franke hat die NPD das Thema Naturschutz aktiv aufgegriffen, und Rechtsextreme sind unterdessen in der Umwelt- und Naturschutzbewegung in ganz Deutschland anzutreffen. Die Vereine sind sich der damit verbundenen Unterwanderungsgefahr kaum bewusst. Es ist höchste Zeit, dieses Problem in die öffentliche Diskussion zu bringen. Naturschutzaktive aus Verbänden, Bildung, Wissenschaft und Verwaltung müssen für rechtsextreme Tendenzen sensibilisiert werden, die in dem bunten Mäntelchen der gesamten Themenpalette des Umwelt- und Naturschutzes daherkommen können. Folglich sind Aufklärung und Auseinandersetzung mit der „modernen“ rechtsextremen Ideologie dringend erforderlich.

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Arzneimittelrückstände im Abwasser belasten die Umwelt

455823 r_k_by_daarom_pixelio.de_kleinMedikamente sind für die alltägliche medizinische Versorgung der Bevölkerung unverzichtbar. Nach Gebrauch finden sich jedoch die Rückstände der Arzneimittel im Abwasser wieder. Dorthin gelangen sie zum Einen durch menschliche Ausscheidungen. Darüber hinaus trägt auch das unsachgemäße Entsorgen von Altmedikamenten über die Spüle und Toilette einen Großteil zur Abwasserbelastung bei. Schätzungsweise handelt es sich dabei um mehrere 100 Tonnen Altarzneimittel pro Jahr.

Die herkömmlichen Kläranlagen können die diversen Wirkstoffe jedoch nicht gänzlich aus dem Abwasser herausfiltern. Ein beträchtlicher Teil verbleibt im gereinigten Wasser und gelangt mit diesem wieder in den Gewässerkreislauf. Hochproblematisch ist, dass die jeweiligen Stoffe nicht nur im menschlichen Körper, sondern auch in der Umwelt Wirkungen entfalten können.

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Grenzwerte sind politische Werte - Das Leben in elektromagnetischen Feldern

Joujou / Pixelio.deSeit 1997 gelten nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz in unserem Land Vorschriften zum Schutz der Menschen vor gesundheitlichen Schäden durch elektromagnetische Felder. Die Entwicklung der Übertragungs- und Mobilfunktechnik hat seither einen rasanten Verlauf genommen, und die davon ausgehende Strahlung ist entsprechend mit gewachsen.

Unterdessen durchdringen elektromagnetische Felder unseren gesamten Alltag. Handys oder Smartphones werden zu ständigen Begleitern, und überall sehen wir verlockende Neuheiten bei Drahtlosgeräten. Vielleicht doch eine Funkklingel an der Hoftür? Ist doch praktisch oder nur bequem. Wir alle, selbst Wissenschaftler und Ärzte, die es besser wissen, erliegen den subtilen Werbestrategien. Die Dauerbestrahlung von Kindern beginnt schon mit dem Babyphone, das jetzt auch mit Kamera zu haben ist. Welche junge Mutter gerät bei dem Werbeslogan – ihr Kind immer im Blick – nicht in Versuchung. Eigenverantwortung ist gefragt. Doch für die Grenzwerte steht der Staat in der Pflicht, für Produkte oder Einwirkungen durch Stromnetze und Funksendemasten, die wir nicht selber beeinflussen können.

Vor wenigen Tagen hat die Regierungsmehrheit im Bundestag einige Änderungen beschlossen, die Schutz und Vorsorge gewährleisten sollen. Die Vorschriften gelten nicht mehr nur für gewerbliche Funkanlagen, sondern auch für den Betrieb privater und behördlicher Anlagen und ebenso für die Hochspannungs- und Gleichstrom-Übertragung.

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Wasser - und was sonst noch den Bach runtergehen könnte - zum Weltwassertag 2013

Kurt Schubert / Pixelio.deDer 22. März wurde 1992 von den Vereinten Nationen zum Weltwassertag erklärt. Seither gibt es an diesem Tag jedes Jahr weltweit verschiedene Aktionen, um die Bedeutung des Wassers für die menschliche Gesellschaft und die natürlichen Ökosysteme bewusst zu machen. Nur etwas mehr als 2,5 Prozent des gesamten Wassers auf unserem Planeten ist Süßwasser – das Wasser, das wir nicht nur als Trinkwasser, sondern auch für die Landwirtschaft und Industrie brauchen. Dieser Vorrat vergrößert sich nicht, ist geographisch ungleich verteilt und außerdem aufgrund der starken Verschmutzung als Trinkwasser zum Teil unbrauchbar. Sauberes Wasser ist lebensnotwendig, wird jedoch immer knapper, und somit ist und bleibt der Mangel an sauberem Wasser eines unserer größten Probleme auf der Erde. Der Weltwassertag 2013 rückt das Thema „Zusammenarbeit bei der Wasserbewirtschaftung“ in den Mittelpunkt. Denn nur eine globale nachhaltige Nutzung und Kontrolle der Wasservorkommen kann die Ökosysteme mit ihren Funktionen und so die Existenz der menschlichen Gesellschaften für die Zukunft sichern. So ist der Stand der Dinge.

Die Zukunft der Wasserversorgung und die gerechte Verteilung sind zentrale Aufgabenstellungen für die Weltgemeinschaft. Und das ist eine weltweite gesellschaftliche Herausforderung. Die Frage ist, wie können eine effektivere Zusammenarbeit bei fachübergreifendenden und grenzüberschreitenden Entscheidungen entstehen und wie die entsprechenden Partnerschaften zwischen den Akteuren? Da ist mehr als Information gefragt: Es geht um Transparenz, die frühzeitige Offenlegung regionaler Vor- und Nachteile, die Kommunikation zwischen Wissenschaft und Politik und die Beteiligung der Menschen an den Entscheidungsprozessen.

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