Altmunition im Meer ist auch eine Sicherheitsfrage

Mit der Frage von Altmunition und Schifffahrtssicherheit auf den Bundeswasserstraßen von Nord- und Ostsee beschäftigt sich eine aktuelle Kleine Anfrage der Fraktion DIE LINKE. Nach aktuellen Schätzungen verrotten derzeit 1,6 Millionen Tonnen Altmunition und Kampfmittel unterschiedlichster Art auf dem Meeresboden von Nord- und Ostsee. Die Praxis, Munitionsaltlasten im Meer zu versenken, war bis in die 1970er-Jahre üblich.

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Das Wasser gehört dem Volk

Was hat das Wasser mit großen internationalen Wirtschaftskonzernen zu tun? Nichts, denn Wasser ist kein Wirtschaftsgut und keine Ware für profitable Geschäfte. Da sind sich Zivilgesellschaft und Politiker, sofern diese einigermaßen Lobby-unabhängig sind, weltweit einig.

Auf dem UN-Weltgipfel 2002 in Südafrika vereinbarten die Regierungschefs, dass 80 Prozent der Weltbevölkerung bis 2015 Zugang zu sauberem Trinkwasser haben sollen. Die Vereinten Nationen gossen diese Forderung im Sommer 2010 in Zement, indem sie den Zugang zu sauberem Wasser als Menschenrecht festschrieben. Laut Weltwasserbericht 2012 ist, man höre und staune, dieses Ziel heute schon erreicht.
So weit so gut, nun zur Realität:

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Höhere Abwassergebühren für die Umwelt?

Ralph Lenkert, Obmann der Linksfraktion im Umweltausschuss des BundestagsDeutschlands Gewässer sind insgesamt sauberer geworden, aber Umweltfachleute finden immer mehr Rückstände von Arzneimitteln und Hormonpräparaten in Flüssen und Seen. Bei Fischpopulationen wie etwa Zander oder Forelle kommt es dadurch zu einer auffälligen Verschiebung des Geschlechterverhältnisses bis hin zur völligen Verweiblichung des Bestandes. Aber auch andere Tierarten werden geschädigt.

Experten vom Umweltbundesamt und EU fordern deshalb eine vierte Reinigungsstufe in Klärwerken. Die Preise für Abwasser würden dadurch von heute durchschnittlich 2,25 Euro auf über fünf Euro pro Kubikmeter steigen, ermittelte das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern. Für den durchschnittlichen Thüringer ergäbe das eine Mehrbelastung von fast neunzig Euro im Jahr.

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Täuschung von Anfang an! Donauausbauvariante A nicht förderfähig

Es hat den Anschein, als ob der Spatenstich zur Ausbauvariante C 2,80 schon seit Jahren an entscheidender Stelle besiegelt worden ist. Das geht aus der Antwort des zuständigen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium auf meine Fragen zur EU-Förderung der sanften Ausbauvariante A hervor.
 
In der Antwort heißt es: „Nach aktuellen Informationen aus der Generaldirektion Verkehr der Europäischen Kommission geht das BMVBS davon aus, dass die Variante A nach den derzeitig geltenden Förderkriterien für TEN-Projekte nicht förderfähig ist“. Zur Begründung wird darauf hingewiesen, dass „bei Wasserstraßen der Klasse IV oder höher an mindestens 240 Tagen eine Abladetiefe von 2,50 m zur Verfügung stehen müsse“, die Variante A verfüge aber nur „an 200 Tagen / Jahr über eine effektive Abladetiefe von 2,5 m“.

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