Munition in Nord- und Ostsee


Munition und andere Kampfmittel wurden zu unterschiedlichen Zeiten in Nord- und Ostsee versenkt. Nach dem Zweiten Weltkrieg, bis etwa 1948, waren es über eine Million Tonnen. Aber niemand weiß genau, wie viel alte Munition in Nord- und Ostsee wirklich vor sich hin rostet. Bisher wird die
Bundesregierung ihrer Verantwortung, Mensch und Natur vor den Gefahren dieser Munitionsaltlasten zu schützen, nicht gerecht. Jedes Jahr kommt es an Deutschlands Stränden mehr als einmal zu Verletzungen, zum Beispiel durch die Verwechslung von angespülten Phosphorstücken aus korrodierter Munition mit Bernstein (Phosphor oxidiert an der Luft und entzündet sich selbst, nachdem es getrocknet ist).
Auch in diesem Jahr gab es wieder mehrere Unfälle durch den Kontakt mit der extrem giftigen Schießwolle aus Altmunition.

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Wolfsschutz – kein Thema für die Bundesregierung

Der Wolf (Canis lupus) war früher in Europa weit verbreitet. Als Beutegreifer gefürchtet, wurde er über Jahrhunderte in immer entlegenere Waldgebiete abgedrängt. Seit etwa 150 Jahren galt der Wolf in Mittel- und Westeuropa als ausgerottet. Erst durch den gesetzlichen Schutz erholten sich in den vergangenen 30 Jahren die europäischen Bestände.

 

Ende der 1990er Jahre ist der Wolf nach Deutschland zurückgekehrt. Besonders gut scheint es ihm seither in Sachsen und Brandenburg zu gefallen. In den letzten Jahren hat er auch Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Schleswig-Holstein (Stand September 2012) für sich entdeckt. Die Wiederbesiedlung der Bundesrepublik durch den Wolf ist demnach eine Tatsache, auf die wir uns einstellen müssen. Auf der einen Seite ist der Wolf eine streng geschützte Tierart. Auf der anderen Seite sind allerdings Konflikte mit Tierhaltern, Jagenden und der Bevölkerung vorprogrammiert. 

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Der Deutsche Naturschutztag – ein zahnloser Tiger

Vom 18. bis 21. September reisten aus ganz Deutschland Vertreterinnen und Vertreter von Naturschutzbehörden, der Wissenschaft und Umweltverbände nach Erfurt, um sich über den Naturschutz in Zeiten der Energiewende auszutauschen. 

In den einzelnen Fachveranstaltungen wurden die unterschiedlichen Auswirkungen der verschiedenen Formen Erneuerbarer Energiegewinnung auf die natürlichen Lebensräume und unsere Kulturlandschaft beleuchtet und beraten: Wind- und Wasserkraft, Energiepflanzenanbau auf den Feldern, der Wald mit seinem Rohstoff Holz. Es geht immer um den Spagat zwischen der Nutzung und dem Schutz der Natur, darin waren sich auf dem Deutschen Naturschutztag alle einig. Bei der Frage, wo dabei die Prioritäten liegen müssen, gingen die Meinungen sowohl auf dem Podium als auch im Plenum dann aber doch auseinander.

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Das Meer braucht mehr

Es ist die Vielzahl der verschiedenen Einflüsse, die es dem Leben im Meer so schwer machen. Allein über die Flüsse gelangen 70% aller Schadstoffe, Düngemittel und Abwässer aus HaushaIten und Industrie ins Meer. Allgegenwärtig ist auch der Müll im Meer, hinein geweht, hinein gespült, von Schiffen verklappt oder über Bord geworfen mit teilweise verheerenden Folgen für die Meerestiere. 

Am Meeresboden rosten Schiffswracks und jede Menge Altmunition vor sich hin, bis auch ihre Schadstoffe und Gifte austreten. Hinzu kommt das Öl aus havarierten Tankern oder Bohrinseln. Selbst wenn es mit Hilfe von Chemikalien verklumpt wird, damit es auf den Meeresboden sinkt und nicht an die Küsten geschwemmt wird (nichts anderes bedeutet die Bekämpfung einer sogenannten „Ölpest“ nämlich), ist es immer noch da. Ein großer Teil des Öls im Meer stammt allerdings aus Tankspülungen und Ballastwasser der Schiffe.

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