Pötsch vertut Chance bei Neuausrichtung von VW

Pia Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Niedersachsen, kommentierte die heutige Pressekonferenz des VW-Konzern zur Neuausrichtung des Unternehmens, auf der der neue Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch bekannt gab, dass der Aufklärungsprozess bei VW gut in Gang gekommen sei und er zuversichtlich sei, dass der Konzern aus der „Schummeldieselkrise“ wieder heraus kommen werde:
"Der VW-Aufsichtsrat hat es heute versäumt, den VW-Kunden glaubhaft zu machen, dass die ‚Schummeldiesel‘ nun in kurzer Zeit mit überschaubarem Aufwand umgerüstet werden können. Hier wurde eine Chance vertan, das Vertrauen in die Ingenieurskunst bei VW zurück zu gewinnen.

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Dobrindt und Odenwald verschleppen Aufklärung im Abgas-Skandal

Screenshot BMVI.deDie neuen Enthüllungen im Abgas-Skandal kommentiert Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, in einer Pressemitteilung:

„Während nahezu jeden Tag neue Tricksereien des VW-Konzerns bei Abgasmessungen enthüllt werden, schweigt die Untersuchungskommission unter Leitung von Staatssekretär Michael Odenwald. Mittlerweile ist hinreichend bekannt, wie das Verkehrsministerium, das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA), aber auch die Prüfdienstleister wie die DEKRA in den Abgas-Skandal verstrickt sind. Es ist davon auszugehen, dass Staatssekretär Odenwald als Leiter der Zentralabteilung bereits 2011 vom Verdacht der Manipulationen wusste – die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte schriftlich und mündlich das Ministerium informiert. Wir brauchen jetzt endlich eine wirklich unabhängige Untersuchungskommission.

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Abgas-Sumpf endlich trockenlegen

"Wenn laut TÜV-Nord-Chef Guido Rettig auf Drängen der Automobilindustrie dem TÜV untersagt wird, auch die Motorsoftware zu untersuchen, ist das ein weiterer Skandal im ganzen Abgas-Sumpf. Hier muss die Bundesregierung endlich aktiv werden und eine unabhängige und umfassende Prüfung von Fahrzeugtypen durchsetzen“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE zur aktuellen Entwicklung im VW-Skandal.

Leidig weiter: „Jenseits aller juristischer Spitzfindigkeiten, ob eine Software zulässig ist oder nicht, muss VW jetzt alles daran setzen, alle Autos, die auf den Straßen weltweit unterwegs sind, so sauber zu machen, wie beim Verkauf der Fahrzeuge von VW behauptet wurde.

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VW-Affäre schonungslos aufklären und echte Transformationsstrategie vorlegen

VW Werk Wolfsburg Logo klDie heutige Aufsichtsratssitzung des VW-Konzerns kommentiert Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion in einer Pressemitteilung:

Der VW-Aufsichtsrat muss jetzt endlich eine schonungslose Aufklärung statt der bisherigen Salamitaktik durchsetzen. Immer klarer wird, wer alles schon viel früher über das Ausmaß des Skandals Bescheid wusste. Das muss Konsequenzen haben: Weitere Posten müssen geräumt und Bonuszahlungen zurückgefordert werden.

Nachdem Kompensationen für den US-Markt angekündigt wurden, muss jetzt schnell mitgeteilt werden, wie Käuferinnen und Käufer auch in Europa entschädigt werden sollen.

Nicht zuletzt steht der Aufsichtsrat aber vor der gewaltigen Aufgabe, mit einem neuen Management einen Transformationsprozess einzuleiten: Angesichts der Überkapazitäten bei der weltweiten Autoproduktion und den Technologien, die nicht zukunftsfähig sind, müssen neue Produktions- und Aufgabenfelder erschlossen werden, mit denen die Beschäftigung gehalten wird und das Unternehmen auch längerfristig eine Perspektive hat.

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